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Warnemünde : Beim Kurztrip bunkert die „Sedov“ zehn Tonnen Essen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Heute gegen Abend setzt die russische Viermast-Bark ihre Reise in Richtung Bremerhaven fort

svz.de von
erstellt am 22.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Sobald die russische Viermast-Bark „Sedov“ am Horizont von Warnemünde aufkreuzt, machen unzählige Schiffsfotografen ihre Kameras startklar. Das imposante Schiff ist zu jeder Jahreszeit ein Foto wert. So war das auch gestern auf der Westmole, wo das nach dem Polarforscher Georgy Sedov benannte Schiff gegen 10 Uhr einlief und an seinem Stammplatz am Neuen Strom festgemachte. „Der Besuch war eingeplant“, sagt Hafenkapitän Gisbert Ruhnke. „Die Crew bunkert Lebensmittel, versorgt sich mit technischen Teilen und läuft danach wieder aus.“

Vor der „Sedov“ verfolgten gestern die Passanten das Aufladen. Die Kadetten bildeten eine Kette, um die Lebensmittel, Getränke und anderen Waren des täglichen Bedarfs an Bord zu holen. „Es sind etwa zehn Tonnen“, sagt Marina Kozhukhova. Sie ist die Presse-Offizierin und seit März mit auf Tour. 74 Kadetten sind an Bord des weltgrößten klassischen Segelschiffs. „Das ist durch einen Eintrag in das Guinessbuch der Rekorde verbrieft“, sagt die Offizierin. Bei den normalen Segelschiffen ist es nach dem modernen Vier-Sterne-Kreuzfahrtsegler „Royal Clipper“ das zweitgrößte der Welt. Wohin die Reise nach der Station in Bremerhaven weitergeht, ist noch offen. „Wir erhalten erst dort unsere Instruktionen“, sagt die Presse-Offizirin.

Offen ist auch, ob es heute noch ein Open Ship gibt. „Das wissen wir noch nicht, erst muss das Schiff vollständig beladen und alles erledigt sein“, sagt Kozhukhova. Wenn es also nichts mehr wird, dann müssen sich die Fans des Schiffes gedulden. Die „Sedov“ wird voraussichtlich im September wieder im Ostseebad erwartet.

Alljährlich werden auf dem russischen Segelschulschiff 300 Studenten von russischen Universitäten als zukünftige Nautiker, Maschineningenieure, Funker und Elektroniker ausgebildet.

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