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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Oktober 2017 | 22:24 Uhr

Magisch : Bei ihnen fragt sogar Copperfield um Rat

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Andreas und Chris Ehrlich wollen in der Stadthalle Bahnschienen verbiegen und den Frauen Tipps zum Umziehen geben / Doch auch bei den Brüdern klappt nicht jeder Trick beim ersten Mal

svz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Zaubern ist ihre Leidenschaft. Im Interview mit NNN-Volontärin Christina Milbrandt sprechen Chris und Andreas Ehrlich über ihre Liebe zur Magie.

Könnt Ihr schon ein paar Highlights von der Show verraten?

Chris Ehrlich: Wir haben gegenüber dem vergangenen Jahr ein paar neue Illusionen dabei. Zum Beispiel donnern wir mit einer 300 Kilogramm schweren Harley Davidson aus einem iPad heraus. Wir nehmen uns die Sachen von heute und packen sie in eine magische Überraschungsbox und heraus kommt die Ehrlich-Show. Wir haben viele Illusionen im Laufe der vergangenen Jahre entwickelt, die einmalig sind und die werden auf jeden Fall in Rostock zum Einsatz kommen. Wir werden Bahnschienen verbiegen mit einer ordentlichen Pyrobegleitung und Rammstein-Musik. Wir werden Kinder auf die Bühne holen und mit ihnen einen Kern einpflanzen und einen Baum wachsen lassen, den wir dann an die Kids verschenken. Wir werden den Frauen zeigen, wie man sich in einer halben Sekunde komplett umzieht.

Woher nehmt Ihr die Ideen für Eure Tricks?

Chris Ehrlich: Wir überlegen zusammen viel, was die Menschen bewegt. Wir kriegen auch sehr viele E-Mails von Fans. Da sind manchmal auch ganz tolle Wünsche dabei, wo wir uns sagen, dass wir daraus etwas machen wollen, und überlegen, wie kann man das magisch inszenieren. Die Menschen leben ja in einem sehr harten Alltag, sind vom Arbeitsleben bestimmt. Die Magie ist die perfekte Kunst, um auch mal wieder zu träumen. Und je älter Menschen werden, desto mehr verlernen sie das. Der Erfolg unserer letzten Tour basiert meiner Meinung nach auch darauf, dass die Menschen sich einfach danach sehnen, dass sie selbst auch gern zaubern können.

Wann habt Ihr gemerkt, dass Ihr Talent dafür habt, die Menschen so zu unterhalten?

Andreas Ehrlich: Das hat sich so entwickelt. Wir haben sehr früh angefangen mit der Zauberei. Die Shows in unserer Kindheit waren aber natürlich nicht so gut entwickelt wie die heutigen.

Chris Ehrlich: Mein Bruder hat tatsächlich mit dem Zauberkasten angefangen. Und Stück für Stück ist es dann besser geworden. Wir haben es immer ausgiebiger und professioneller auf der Bühne dargeboten, dass wir irgendwann gesagt haben, dass wir als Brüder unsere Show aufführen wollen. Das hat riesigen Anklang gefunden.

Ist bei Euren Aktionen auch mal etwas schiefgegangen?

Andreas Ehrlich: Ja. Ich habe meinen Bruder schweben lassen. Er ist dann leider heruntergekracht und hat sich eine Platzwunde zugezogen. Danach wollte er lange mit der Zauberei nichts zu tun haben. Zum Glück hat er in der Pubertät erkannt, dass es doch ganz cool ist. Die Motivation wuchs und er hat sich dann richtig reingekniet. Er ist sehr fingerfertig und hat sich viel mit Karten beschäftigt. Als er 18 Jahre alt wurde – ich war damals 22 – ging es mit uns beiden richtig los.

Ihr habt Eure Show schon in vielen großen Städten präsentiert. Im vergangenen Jahr wart Ihr zum ersten Mal in Rostock. Was macht das Rostocker Publikum so besonders?

Andreas Ehrlich: Das Rostocker Publikum ist letztes Jahr unglaublich mitgegangen. Wir hatten vorher Sorge, weil wir einen Auftritt in Weimar vorher hatten, wo wir nicht dieses Feedback bekommen haben. Wir hatten vorher auch gehört, das Rostocker Publikum sei schwierig. Wir sind also mit einem mulmigen Gefühl nach Rostock gekommen. Aber die Halle war voll und die Leute fanden die Show super. Deswegen haben wir uns für diese Tour gesagt, die Stadt war so klasse, wir kommen wieder.

Wie lange übt Ihr, bis Ihr eine Illusion perfekt beherrscht?

Andreas Ehrlich: Das ist schwer zu sagen. An manchen Illusionen arbeiten wir einige Monate und an anderen mehrere Jahre. An der Nummer mit dem iPad haben wir etwa sieben Monate gebaut, aber wir haben auch Illusionen, die wir drei bis vier Jahre entwickelt haben. Das ist auch der Grund, warum bei uns David Copperfield angerufen hat, um von uns Illusionen zu kaufen und sich die Zeit des Entwickelns zu sparen. Wir sind nach einigem Überlegen zu dem Schluss gekommen, dass wir unsere Illusionen nicht verkaufen dürfen, wenn sie so gut sind, dass Copperfield sie kaufen will.

Wo tüftelt Ihr an Eurer Magie?

Andreas Ehrlich: Früher war es der Werkkeller des Vaters. Heute ist es eine große Halle, wo wir mit modernen Techniken und dem Instinkt eines Daniel Düsentriebs unsere Illusionen entwickeln.

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