16. Internationalen DLRG-Cup : Baywatch am Strand von Warnemünde

<strong>Dauerbereitschaft: </strong>Christian Hoscheck (27) Ingenieur und Rettungsschwimmer aus Rostock achtet diesmal nicht auf die Badegäste, sondern auf seine Kameraden im sportlichen Wettkampf im Wasser. <foto>Nicole Pätzold</foto>
Dauerbereitschaft: Christian Hoscheck (27) Ingenieur und Rettungsschwimmer aus Rostock achtet diesmal nicht auf die Badegäste, sondern auf seine Kameraden im sportlichen Wettkampf im Wasser. Nicole Pätzold

480 Rettungsschwimmer, Männer und Frauen ab 16 Jahren aus neun Nationen - sie treten seit gestern am Warnemünder Strand gegeneinander an. Sie bestreiten den 16. Internationalen DLRG-Cup.

svz.de von
20. Juli 2012, 09:42 Uhr

Warnemünde | 480 sehr gut trainierte Rettungsschwimmer, Männer und Frauen ab 16 Jahren aus neun Nationen - sie treten seit gestern früh am Warnemünder Strandabschnitt in Höhe des Teepotts gegeneinander an. Dort bestreiten sie den sportlichen Wettstreit der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), den 16. Internationalen DLRG-Cup.

"Es ist ein besonderer Test vor den großen Weltmeisterschaften in Australien im Oktober", sagt Dr. Klaus Wilkens, Präsident der DLRG. Und das nicht nur in sportlicher Hinsicht. Die Teilnehmer starten unter widrigen Bedingungen, zwar hatte das Wasser noch 17 Grad Celsius, aber der Wind pfiff gestern mit Stärken von fünf bis sechs. Grund für die Wasserwacht, am Warnemünder Strand ein Badeverbot auszusprechen, und für die DLRG, ihre Schwimmer beim Cup in Neopren-Anzügen antreten zu lassen. Schwimmer mit Rettungsbooten wachen vom Wasser aus über die Teilnehmer, ziehen sie zur Not aus den Wellen.

Julia Schatz freut sich dennoch auf den Wettbewerb, tritt für die Deutsche Nationalmannschaft mit dem so genannten Surf Ski, einer Art Kajak, an. "Wir starten im knietiefen Wasser, müssen um die Bojen rumpaddeln und wieder reinkommen", sagt sie. Das Rettungsschwimmen liegt ihr im Blut: "Ich bin da reingeboren." Schon ihre Eltern waren Rettungsschwimmer. Seit zehn Jahren folgt sie dieser Tradition. Seit neun Jahren bestreitet sie Wettbewerbe. Aus Deutschland kommen hervorragende Rettungsschwimmer, weiß Sebastian Löw von der DLRG. "Australien, Neuseeland und Deutschland stellen die besten Rettungsschwimmer der Welt", sagt er. Im aktuellen Wettkampf könnte Italien aber Deutschland gefährlich werden, sagt Löw.

Belgien, Dänemark, Italien, Lettland, die Niederlande, Schweden, die Schweiz und Australien starten, dazu noch 51 Ortsgruppen. Sie starten einzeln und in Teams, Brandungsschwimmen, Rettungsbrett- oder Kajak-Rennen und Surf Ski Race gehören zu den Disziplinen. Noch bis 16.30 Uhr läuft der Wettbewerb heute. Dann werden die besten Rettungsschwimmer am Strand von Warnemünde gekürt. Bis zu 3000 Zuschauer werden zu dem sportlichen Highlight erwartet.

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