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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Oktober 2017 | 07:40 Uhr

Warnemünde : Baustellen-Kompromisse greifen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zweiter Bauabschnitt Am Leuchtturm verläuft stressfrei. Alle sind geduldig, die Arbeiter helfen und die Poliere sind Ansprechpartner

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Zu den Transportmitteln in der Straße Am Leuchtturm gehören derzeit Sackkarren. Das Exemplar der Geschäftsfrau Ulrike von der Thüsen ist zwar momentan noch nicht eingetroffen, aber immerhin bestellt. Noch wuchtet sie Ware und Abfall auf andere Weise hin und her. „Hier in Warnemünde sind die Gezeiten ja etwas anders“, scherzt sie. Aber die Unternehmerin ist froh, dass alle im Zusammenhang mit der Baustelle um Kompromisse bemüht sind. „Auch in Sachen Anlieferung“, sagt von der Thüsen. „So absolut mit einem strengen Zeitfenster lässt sich manches nicht realisieren.“ Sie freut sich auf einen schönen Fußgängerbereich, in dem die Leute besser vor den anspruchsvollen Einzelhandelsgeschäften bummeln können. „Ich denke auch zielorientiert“, sagt Andreas Buhse vom Coaast- Schallplattencafé. Da teilt er die Meinung der Nachbarn: „Wenn gebaut wird, ist das mit Baulärm und Einschränkungen verbunden.“

Ist zufrieden, dass es trotz Baustelle ganz gut läuft: Teepott-Restaurantleiter Roland Heidbrink.
Ist zufrieden, dass es trotz Baustelle ganz gut läuft: Teepott-Restaurantleiter Roland Heidbrink. Foto: mapp
 

Wie kompromissbereit alle sind, lässt sich auch daran ablesen: „Die Bauarbeiter helfen uns, die schweren Mülltonnen zum Sammelstellplatz beim Hotel Am Leuchtturm zu transportieren“, sagt Roland Heidbrink vom Teepott-Restaurant der Wolfgang Holtz GmbH. Die Absprachen übernimmt der Küchenchef mit den Bauarbeitern. Und auch Schiffsführer Hein Möller von der Fahrgastreederei Möller freut sich, dass es vor der „Ostseebad Warnemünde“ so umgestaltet worden ist, dass auch die Gäste der Schiffe nicht eingeschränkt sind. „Das geht alles gut“, sagt er.

Das Problem sind eher unverbesserliche Autofahrer. Solche, denen man unterstellen muss, dass sie nicht mehr gehen können, als ihr Auto lang ist. Diese Gruppe macht es den Bauarbeitern schwer, weil es kaum Wendemöglichkeiten gibt. „In dem Fall unterstützen uns die Verkehrsüberwacher“, sagt Ines Rubin vom Amt für Verkehrsanlagen. „Wir stehen in regem Kontakt mit Anliegern, damit es alles so reibungslos wie möglich abläuft.“

Hier ist der Start der Maßnahme. Es folgt die Straße Am Leuchtturm.
Hier ist der Start der Maßnahme. Es folgt die Straße Am Leuchtturm. Foto: mapp
 

Auch Asa-Bau-Polier Tobias Prange hält einen kurzen Draht zu den Betroffenen. „Wir haben Firmen-Visitenkarten verteilt, damit Probleme gleich behoben werden können“, sagt er.

Vor dem Start der Arbeiten ist von den Häusern ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt worden, damit eventuelle Schäden dokumentiert sind. Im Fokus der ersten Etappe steht der Bereich zwischen der Straße Am Strom auf der Höhe des Lotsenhauses. In die Maßnahme investiert Eurawasser Nord im Auftrag des Warnow-Abwasserverbandes 1,4 Millionen Euro. Der Platz am Rondell und an der Seite des Informationszentrums der Seenotretter soll später ebenfalls aufgewertet werden. Eine Idee ist die Gestaltung mit einem alten Rettungsboot.

 

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