Baustein für die Energiewende

Optimistisch: Für  Geschäftsführer  Klaus-Peter Jachmann von UKA Nord Projektentwicklung ist mit dem neuen Standort ein Traum wahr geworden. Dana Bethkenhagen
Optimistisch: Für Geschäftsführer Klaus-Peter Jachmann von UKA Nord Projektentwicklung ist mit dem neuen Standort ein Traum wahr geworden. Dana Bethkenhagen

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15. September 2012, 02:11 Uhr

Stadtmitte | Das Unternehmen Umweltgerechte Kraftanlagen (UKA) hat in Rostock einen neuen Standort eröffnet. Das Büro am Leibnizplatz 1 wurde gestern offiziell eingeweiht. Für den Geschäftsführer des Standorts, Klaus-Peter Jachmann, ist damit ein lang gehegter Traum wahr geworden. Denn Jachmann kommt aus der Nähe der Hansestadt und ist nach Jahren in Sachsen nun wieder zurück in seiner Heimat. Dabei war am Anfang gar nicht klar, dass das Unternehmen nach Rostock expandieren würde. "Wir wussten nur, dass es in den Norden gehen soll", erzählt Ole-Per Wähling, Inhaber der UKA. Ausschlaggebend für die Entscheidung für Rostock war, dass es hier qualifizierte Mitarbeiter gibt, die sozialen Angebote stimmen, die Stadt gut verwaltet ist und die Infrastruktur passt.

Bereits im vergangenen Dezember hat das Unternehmen seine Arbeit in Rostock aufgenommen und übergangsweise in Schmarl Büros bezogen. Am Donnerstag wurden schließlich die letzten Umbaumaßnahmen im neuen Domizil abgeschlossen. Mit dem neuen Standort wurden bereits 26 Arbeitsplätze geschaffen. "Bis Jahresende folgen etwa weitere 20 weitere", sagt Jachmann. Wichtig sei ihm, dass diese Jobs krisensicher sind. Die Auftragslage sei derzeit gut und Wachstumspotenzial vorhanden. Jachmann ist sich sicher, dass die Energiewende funktionieren kann. Windkraftanlagen würden dabei eine entscheidende Rolle spielen. Auch, weil diese alternative Energie besonders günstig ist. Während der Verbraucher heute etwa 14,8 Cent pro Kilowattstunde aus Steinkohle zahlt und 16,4 Cent für die Kilowattstunden aus Atomkraft, kostet die gleiche Menge aus der Windenergie nur 8,1 Cent. Ein Problem, das die Branche künftig bewältigen muss, sind die fehlenden Netzanschlüsse. "Das können wir branchenintern lösen", meint Andreas Jesse, Vizepräsident des Bundesverbandes für Windenergie. Dies sei jedoch nur eine Herausforderung von vielen. Zum Beispiel wird es auch darum gehen, neue Standorte zu finden, wo einerseits genug Wind ist und andererseits die Anwohner nicht gestört werden.

Die UKA Nord Entwicklung blickt optimistisch in die Zukunft. Rostock sei ein Kompetenzzentrum in der Branche geworden und zwar nicht nur für Offshore-Anlagen, wie Jesse betont. Dass das Unternehmen bereits in Rostock angekommen ist, zeigt unter anderem die Zusammenarbeit mit zwei Rostocker Schulen, dem Erasmus- und dem Innerstädtischen Gymnasium. Sie bekamen gestern jeweils einen Koffer mit Mini-Windkraftanlagen geschenkt. So lernen die Schüler in Zukunft ganz praktisch, wie sauber Energie hergestellt werden kann. In Zukunft will Geschäftsführer Jachmann auch mit der Bürgerschaft zusammenarbeiten, um Rostock voranzubringen.

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