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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 11:37 Uhr

Baustart für Extra-Geschoss steht bevor

vom

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2013 | 09:40 Uhr

Rostock | Eine komplett neue Etage, mehr Betten für die Intensivmedizin und ein zusätzlicher Operationssaal - die Südstadtklinik hat sich für die kommenden zwölf Monate viel vorgenommen. Schon in wenigen Wochen sollen die Vorbereitungen für die große Baumaßnahme beginnen. "Sie ist nötig, weil wir an unsere Kapazitätsgrenzen gelangt sind", sagt Renate Fieber, Verwaltungsdirektorin der Klinik. Der erhöhte Bedarf - etwa in den Bereichen Handchirurgie, Allgemeine Chirurgie, Traumatologie und Orthopädie - habe schon zu längeren Wartezeiten geführt. Die Erweiterungsbauten sollen nun dafür sorgen, dass die Kapazitäten wieder an den Bedarf angepasst sind.

Großteil der 14 Millionen Euro trägt die Einrichtung selbst

Konkret ist eine zusätzliche Etage auf dem Klinik-Anbau geplant. Darin ist Platz für 14 Betten der Intensivmedizin und zwölf Betten der so genannten Intermediate Care, einer Zwischenform zwischen Intensiv- und normaler Station. In einem separaten Container entsteht außerdem ein zusätzlicher Operationssaal sowie eine Wechselzone für Mitarbeiter. So können mehr Patienten operiert und intensivmedizinisch betreut werden. "Grundlage für die Berechnungen des künftigen Bedarfs sind die demografischen Entwicklungen", sagt die Verwaltungsdirektorin. Im Chirurgischen Bereich rechnet die Klinik bis 2020 mit einer Steigerung der Fallzahlen um mehr als sieben Prozent, im internistischen Bereich sogar um 16 Prozent.

14 Millionen Euro werden die beiden Baumaßnahmen insgesamt kosten. 5,4 Millionen Euro kommen als Fördermittel vom Land. Der Rest stammt aus Eigenmitteln des Klinikums oder Krediten. Investitionen in derartige Erweiterungen, neue Stationen, Medizintechnik oder mehr Service für die Patienten seien für die Klinik kontinuierlich wichtig, sagt Fieber. "Deshalb haben wir ein Interesse daran, dass möglichst viel von den erwirtschafteten Überschüssen in der Klinik bleibt", so die Verwaltungsdirektorin.

Als Eigenbetrieb der Hansestadt Rostock gerät die Südstadtklinik immer wieder in die politische Diskussion darüber, wie viel Geld sie an die Stadtkasse abführen muss. Da Rostocks Haushaltslage angespannt und die wirtschaftliche Entwicklung des Krankenhauses erfolgreich ist, gibt es immer wieder Bestrebungen, diese Summe zu erhöhen. Dabei muss die Klinik selbst steigende Kosten abfedern. Für 2013 rechnet Fieber mit 1,5 Millionen zusätzlich allein bei den Personalkosten. "Trotzdem erwarten wir ein positives Ergebnis in Höhe von zwei Millionen Euro", sagt sie.

Für die Zukunft hat sie weitere Investitionen geplant: Medizintechnik soll angeschafft werden, die Umstellung auf digitale Patientenakten erfolgen und ein neues Patienten-Entertainment eingerichtet werden. "Das alles bewegt sich in Millionenhöhe", so Fieber.

Zunächst hofft sie jedoch, dass der Kosten- und Zeitrahmen des aktuellen Bauprojekts eingehalten wird. Denn während der Bauphase wird es einige Einschränkungen geben. "Wir hoffen aber, dass Mitarbeiter und Patienten dafür Verständnis aufbringen. Schließlich werden die betroffenen Bereiche danach größer und attraktiver sein."

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