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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 12:32 Uhr

Rostock : Bauen am Neuen Markt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Verwaltungsgebäude für 530 Mitarbeiter geplant. Wettbewerb startet Freitag. Wiro kauft weitere Fläche

von
erstellt am 29.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Die Stadtverwaltung soll in den nächsten Jahren an drei zentralen Verwaltungsstandorten konzentriert werden – dem Haus des Bauens, der St.-Georg-Straße und dem Rathaus. Letzterer Standort ist noch zu klein. Im Zuge der Umgestaltung des Neuen Marktes sollen zwei Neubauten – ein Verwaltungskomplex für 530 Mitarbeiter – geschaffen werden. „Es wird einen neuen Bürgerschaftssaal geben, das Standesamt wird einen barrierefreien Trauungsraum kriegen“, sagt Sigrid Hecht, Chefin des Eigenbetriebes für Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE), der Bauherr ist. Auch zieht das Ortsamt ein.

Die Wirkung der Verwaltung auf die Bürger soll verbessert werden. Dahingehend sei Rostock noch „extrem schlecht aufgestellt“, sagt Hecht, die zugleich Leiterin der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS) ist. Diese ruft am Freitag den Wettbewerb zur Gestaltung der zwei geplanten Bauten aus. „Es geht nicht um irgendein Bürogebäude, sondern um eines für die öffentliche Verwaltung“, sagt Hecht. Das habe einen gewissen Anspruch. Es sei der erste Neubau von einem so großen Verwaltungskomplex.

„Wir erwarten von den Architekten Vorschläge, wie wir uns angenehmer darstellen können.“ Der Wettbewerb wird europaweit ausgeschrieben. Zwölf Büros werden ausgewählt. Das Preisgericht tagt am 5. Oktober. Der Planungszeitraum ist ab November angesetzt. Fünf Jahre Bauzeit sind anvisiert.

Eines der neuen Gebäude wird an den vorhandenen gläsernen Anbau angeschlossen, der als Treppenzugang dienen soll, informiert Planerin Odett Freiberg von der RGS. Das zweite Gebäude wird über eine Brücke mit dem ersten verbunden. Vorgegeben sind den Architekten außerdem, dass vier Geschosse entstehen sollen – mit Steildach, ein Zwei-Giebel-Haus zum Platz Am Schilde und ein großer Durchgang zwischen den beiden Neubauten. Unterhalb entsteht eine Tiefgarage mit rund 200 Plätzen für die Verwaltung – gemäß Stellplatzsatzung der Stadt. Die Garage soll auch für zwei andere Bauten an der Nordkante dienen. Die Parkhausgesellschaft der Wiro soll sie betreiben. Die Wiro selbst wird Am Schilde Wohnungen errichten, kauft das Baufeld dafür von der Stadt. Sigrid Hecht hofft, dass Chef Ralf Zimlich bald mit seinem Wettbwerb nachzieht – „Es soll ein harmonisches Ensemble sein“, sagt sie.

Insgesamt gibt es am Neuen Markt fünf Baufelder – „Ein vitaler Innenstadtstandort für Handel, Dienstleistungen und Handwerk, öffentliche Verwaltung, Bildungseinrichtungen, Kultur, Gastronomie soll geschaffen werden“, heißt es im Quartierblatt. 30 Prozent sollen Wohnungen ausmachen. Bebauungspläne und Verkäufe an Investoren werden vorbereitet, informiert die Stadtverwaltung. Ein Baugrundgutachten soll im April fertig sein und klären, ob unterirdische Bebauung der Marienkirche gefährlich werden könnte.

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