Glatter Aal Rostock : Bauarbeiten sind gestartet

Das Filetstück zwischen Buchbinder- und Kistenmacherstraße wurde seit 2008 als Parkplatz genutzt.
Das Filetstück zwischen Buchbinder- und Kistenmacherstraße wurde seit 2008 als Parkplatz genutzt.

Investor hält Frist ein und damit an umstrittenem Plan fest.

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02. Juni 2016, 05:00 Uhr

Fristgerecht sind gestern auf dem Glatten Aal in Rostock die Abrissbagger vorgefahren, um das Areal für den Neubau des umstrittenen Rosengartencenters vorzubereiten. Den Stichtag hatte die Hansestadt beim Verkauf ihres Teilgrundstücks vertraglich mit der investierenden Randalswood Germany GmbH festgeschrieben. Hätte das Unternehmen ihn nicht eingehalten, hätte Rostock das Areal zurückfordern können. Das ist nun vom Tisch – und damit auch mögliche Änderungen von Architektur und Nutzung. „Wir haben eine Planung und die verfolgen wir“, sagt Randalswood-Vertreter Denis Madden.

Neben einem Einkaufscenter inklusive Fitnessstudio sind auch ein Hotel, Boardinghouse sowie ein Parkhaus mit 460 Stellplätzen vorgesehen. Der Komplex wird auf den bisherigen Parkplätzen östlich und westlich der Buchbinderstraße errichtet. Gestartet sind die Arbeiten zunächst aber nur auf der östlichen Teilfläche – dem ehemals städtischen Grundstück. Die andere Teilfläche hatte der irische Investor Patrick McGrath bei einer Zwangsversteigerung vom Land MV erworben.

„Jetzt wird die obere Schicht von Grundstück A aufgenommen und der Kampfmittelräumdienst prüft wegen des Verdachts auf Blindgänger“, sagt Madden. Anschließend werde die Fläche den Archäologen überlassen, bevor der eigentliche Baustart erfolgen könne. Der genaue Zeitpunkt dafür sei schwer zu schätzen, so Madden. Er rechnet grob mit sechs bis sieben Monaten bis zum Termin. Auch ein Eröffnungsdatum will er nicht benennen: „Das ist noch nicht spruchreif, aber grundsätzlich wollen wir so schnell wie möglich bauen.“ Derzeit befinde sein Unternehmen sich in der Vermarktungsphase.

Die Nachbarn des Centers hatten zuletzt mit einer Klage gegen das Vorhaben gedroht. Sie fürchten vor allem eine hohe Lärmbelastung durch das Parkhaus.

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