Rostock : Barlach-Schau wird verlängert

Gips, Bronze und Kohle: Dr. Steffen Stuth betont die Vielfalt der Materialien in Ernst Barlachs künstlerischem Schaffen. Die Ausstellung soll diese abbilden. Foto: Georg Scharnweber
Gips, Bronze und Kohle: Dr. Steffen Stuth betont die Vielfalt der Materialien in Ernst Barlachs künstlerischem Schaffen. Die Ausstellung soll diese abbilden. Foto: Georg Scharnweber

Wegen des großen Besucheransturms verlängert das Kulturhistorische Museum die Ausstellung "Ernst Barlach. Skulptur und Zeichnung" bis zum 2. Juni. Bislang hat das Museum 13 000 Besucher gezählt.

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23. Mai 2013, 10:22 Uhr

Stadtmitte | Wegen des großen Besucheransturms verlängert das Kulturhistorische Museum die Ausstellung "Ernst Barlach. Skulptur und Zeichnung". Statt wie ursprünglich geplant bis zum 26. Mai ist die Exposition nun bis zum 2. Juni zu sehen. Bislang zählte das Museum 13 000 Besucher.

Vor allem zur nächsten Führung am Sonntag um 11 Uhr rechnen die Veranstalter noch einmal mit einem großen Andrang. Die letzte Gelegenheit für einen geführten Rundgang bietet sich am kommenden Dienstag um 15 Uhr. Dann können die Besucher noch einmal tiefer in die Werke des Multitalents eintauchen.

Barlach machte sich bis zu seinem Tod 1938 einen Namen als Bildhauer, Zeichner und Grafiker. Auch in seiner Funktion als Dramatiker und Schriftsteller zählt er zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Moderne des 20. Jahrhunderts. Ab 1910 bildete Güstrow seinen Lebens- und Schaffensmittelpunkt. Hier fand er die Ruhe und Anregungen für die Botschaften seiner heimatlichen Motive mecklenburgischer Landleute, für die Figuren der programmatischen Hauptwerke und für die Antikriegsmale, die seinen Ruhm bis in die Gegenwart und für die Zukunft begründeten.

Barlach brachte seine Ideen zunächst mit Kohle auf Papier und gab ihnen so eine Gestalt. Getreu dieser Vorlagen modellierte er später plastische Ton-Figuren. Von ihnen wiederum wurden die Werkmodelle in Gips abgenommen, die der endgültigen Umsetzung als Holzskulptur dienten. Die gipsernen Modelle waren schließlich auch Vorlagen für Bronzegüsse. In der Schau sind unter anderem die Werkmodelle und Bronze-Plastiken "Der Geistkämpfer", "Der Spaziergänger" und "Mutter Erde" vereint.

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