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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 05:50 Uhr

Rostock : Bahn legt Bauprogramm auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansestadt profitiert von neuem Bahnhof in Warnemünde und Schwerlasttransporten in die Häfen. Reisenden drohen Behinderungen

von
erstellt am 30.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Die Deutsche Bahn reagiert mit einem groß angelegten Bauprogramm auf den Boom im Rostocker Kreuzfahrttourismus und Güterverkehr. Allein seit 2014 sei die Zahl der Sonderzüge für die Kreuzfahrttouristen von 32 auf 79 pro Jahr gestiegen, erklärt Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter für MV und Brandenburg: „Das ist eine Sparte, die wächst, und da möchten wir vernünftige Bedingungen haben.“ Deswegen wird der Warnemünder Bahnhof zwischen Herbst 2018 und April 2020 komplett erneuert und dafür ab Oktober 2019 voll gesperrt. Endstation ist dann Warnemünde-Werft.

„Der ganze Bahnhof verschiebt sich Richtung Rostock“, sagt Trettin. Auf diese Weise könne der Fußgängertunnel abgerissen werden. Mit der Verbreiterung der Stromgrabenbrücke sei die erste Voraussetzung für diese Arbeiten gegeben. Ab September 2018 soll zudem ein digitales Stellwerk für die Strecke zwischen Seebad und Rostock-Hauptbahnhof gebaut werden. „Das ist für uns das größte Highlight, nahezu ein Prototyp“, sagt Renado Kropp von DB Netze.

Parallel beziehungsweise im Anschluss an die Arbeiten in Warnemünde werden am Bahnhof Bramow die Voraussetzungen für den Einsatz von extra langen Güterzügen mit 740 Metern im Fischereihafen geschaffen. An diesem Haltepunkt installiert die Bahn zudem im Jahr 2020 zwei Aufzüge. Ohne Stellwerk und Aufzüge liegen die Gesamtkosten bei rund 30 Millionen Euro.

Der Trend der verlängerten und damit schweren Güterzüge betrifft auch den Seehafen. Deswegen wird ab 2022 die Strecke ab Kavelstorf für eine maximale Achslast von 25 Tonnen und eine Tempo-Erhöhung von 80 auf 120 angepasst. Dafür sind 75 Millionen Euro eingeplant.

Auf Behinderungen einstellen müssen sich sowohl Reisende nach Berlin als auch nach Schwerin beziehungsweise Hamburg und Lübeck. Für eine Temposteigerung von 120 auf 160 wird der Abschnitt Schwerin–Bad Kleinen vom 25. bis 28. August sowie 2. bis 6. November dieses Jahres voll gesperrt. Vom 7. Januar bis 14. April 2018 trifft dies auf den Abschnitt Carlshöhe bis Lübstorf zu. Im Zusammenhang mit der Fehmarn-Belt-Querung soll die Fahrtzeit von Schwerin nach Lübeck generell von 69 auf 52 Minuten sinken. Auf der Strecke nach Berlin schränken Arbeiten am Karower Kreuz vom 27. April bis 6. Juni, 27. Oktober bis 27. November 2017 und 9. Februar bis 12. März 2018 den Verkehr ein. Ab Dezember 2019 setzt die Bahn eine neue IC-Verbindung über den BER-Flughafen nach Dresden ein. Berlin ist dann in weniger als zwei Zugstunden erreichbar.

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