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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 04:57 Uhr

Bagger rücken dem Modder zu Leibe

vom

svz.de von
erstellt am 05.Feb.2013 | 09:48 Uhr

Warnemünde | Schifffahrt in Nöten: In der nördlichen Zufahrt zum Alten Strom hat sich das Wasser in letzter Zeit so verflacht, dass gerade die alten Holzkutter die Stelle nur noch unter großen Mühen passieren können. "Das ist dann beim Wenden der Schiffe an dieser Stelle sehr zu merken", sagt Karl-Heinz Ruschau, Schiffsführer der "Zufriedenheit". Dass er mit dem betagten Kutter aufsetzt, ist allerdings nicht zu befürchten, vieles kann er durch seine langjährige Erfahrung wieder ausgleichen. Aber Ruschau wünscht sich dennoch, dass diese Stelle mal wieder ausgebaggert wird.

"Die Versandungen hängen mit der Mole zusammen, bei den größeren Stürmen fliegt da sehr viel Sand herüber, fällt in die Einfahrt in den Alten Strom und führt dann zu diesen Untiefen", sagt Hafenkapitän Gisbert Ruhnke. Vor zwei Wochen hat es dazu schon Gespräche mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Stralsund gegeben. "Die rücken in Kürze mit Baggern an und laden den Modder, der sich dort angesammelt hat, in eine Schute", erklärt Ruhnke.

Der genaue Start-Termin ist noch unklar

An dieser Stelle sind die Versandungen etwas Normales, so der Rostocker Hafenkapitän: "Wir beseitigen den Sand alle zwei, drei Jahre wieder." Vorher werden die flachen Stellen vermessen und das weitere Vorgehen mit dem Stralsunder WSA abgestimmt.

Der genaue Termin für dieses Jahr steht noch nicht fest. Sicher ist allerdings, dass es gerade die Kutter nach dem Ausbaggern wieder deutlich leichter haben werden, die Zufahrt ohne Schaden zu meistern. "Es war allerdings auch schon früher einmal viel schlimmer mit den Versandungen, noch kommen wir durch", sagt der erfahrene "Pasewalk"-Schiffsführer Kurt Willamowski. Innerhalb des Ferienprogramms wird er mit Kindern im roten Kutter "Pasewalk" am Mittwoch, 13. Februar, um 11 Uhr auf Tour gehen. Dann heißt es zum wiederholten Mal: "Ahoi, Ihr Landratten!" - und Meutern, Kämpfen, Böllern, Singen und Flaschenpost verschicken. Für die Kinder ist das ein großes Vergnügen. Um die Schiffe auf das Flachwasser an der nördlichen Zufahrt hinzuweisen, wurden inzwischen schon rot-schwarze Tonnen in der Nähe vom grünen Molenfeuer im Wasser aufgestellt.

Für die Fahrgastschiffe sind die Versandungen bis jetzt kein Problem. "Wir rutschen da noch so rüber", sagt einer der Schiffsführer.

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