Nationaler Aktionsplan : Backhaus: Zoo-Schulen in allen Tiergärten

Junger Gorilla im Darwineum in Rostock
Junger Gorilla im Darwineum in Rostock

Tiergärten mit Pädagogen und engagierten Mitarbeitern könnten einen maßgeblichen Beitrag des Landes zum Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ leisten

svz.de von
27. November 2015, 22:16 Uhr

Alle Zoos in Mecklenburg-Vorpommern sollten nach Ansicht von Umweltminister Till Backhaus (SPD) eine Zoo-Schule betreiben. Auf der Jahreshauptversammlung des Landeszooverbandes in Rostock sagte der Minister gestern, die Tiergärten mit ihren Zoo-Schulen, den Pädagogen und engagierten Mitarbeitern könnten einen maßgeblichen Beitrag des Landes zum Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ leisten. Im kommenden Jahr solle ein Nationaler Aktionsplan verabschiedet werden. Tierparks seien ideale außerschulische Lernorte, an denen Umweltbildung und Bildung für Nachhaltigkeit vermittelt werden könnten. Jährlich würden im Land mehr als 40 000 Kinder die Zoo-Schulen besuchen.

Bisher betrieben 13 der 20 Tiergärten im Land Zoo-Schulen. Mit der Schließung des Tierparks Burg Stargard (Mecklenburgische Seenplatte) aus Kostengründen geht eines der „grünen Klassenzimmer“ verloren.

Backhaus sagte, er bezweifle, dass die Schließung des Tierparks für die nachhaltige Entwicklung der Region hilfreich war. Aber ohne ein Bekenntnis des Trägers – in diesem Fall der Kommune – zu seinem Zoo könne auch das Land nicht helfen und fördern.  

Backhaus würdigte die langjährige Arbeit des Zoo-Verbandes, der seit seiner Gründung 2007 bundesweit der einzige geblieben ist. „Mit dem Landeszooverband steht der Landesregierung eine kompetente und ernsthafte Interessenvertretung für alle Zoos und Tiergärten in MV als Ansprechpartner zur Verfügung.“

Der Verband machte auf  die im September gegründete Zoo-Akademie aufmerksam. Sie soll die überwiegend kleinen Zoos im Land bei der Weiterbildung der Tierpfleger unterstützen. Es gehe etwa um Sachkundenachweise und Arbeitsschutz und -sicherheit. „Das ist eine große Hilfe für die kleinen Einrichtungen“, sagte eine Sprecherin des Verbandes. Zudem wollen die Zoos im Land künftig Forschungsthemen bündeln.

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