zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. August 2017 | 06:48 Uhr

Warnemünde : B-Plan für den Strand gestoppt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansestadt verschleudert 100 000 Euro

Ziel verfehlt, 100 000 Euro versenkt: Die Bürgerschaft hat am Mittwoch den fast fertigen Bebauungsplan für den Strandbereich Warnemünde gestoppt. Ursprünglich sollte dieser dort zulässige Bauten regeln. Im Aufstellungsbeschluss vom Dezember 2010 waren zwei dauerhafte Gastronomieeinrichtungen sowie zwei weitere Standorte für die saisonale Strandversorgung vorgesehen.

Doch im erarbeiteten Entwurf „geht es nur noch um die Nutzung von Strandflächen wie Wassersport-, Surf-,
Spiel- und Sportstrand und dazu bedarf es keines B-Plans“, sagt CDU-Fraktionschef Frank Giesen. Als Eigentümer des Strandes könne die Stadt die Nutzung auch mit anderen Instrumenten regeln. „Das haben wir 24 Jahre so gemacht“, sagt Giesen.

Unterstützung kommt vom Ortsbeiratsvorsitzenden Alexander Prechtel (CDU). Er sagt: „Der B-Plan ist ein Rückschritt, er lähmt die Entwicklung von Warnemünde und behindert die Unternehmer.“ Das sei von vielen Seiten an den Ortsbeirat herangetragen worden. Daher habe dieser den Entwurf auch einstimmig abgelehnt. „Ohne B-Plan sind wir sehr viel flexibler“, so Prechtel. Das empfänden auch die Strandkorbvermieter so, meint Ursula Karlowski von den Grünen: „Sie fühlen sich eingeschränkt.“

Die Verwaltung hingegen wollte am Bebauungsplan festhalten. Sie hätte ihn in den nächsten Tagen zur Beschlussfassung vorgelegt und hatte sich trotz des abgespeckten Entwurfs mehr Rechtssicherheit versprochen. „Wir befinden uns in einem Außenbereich und haben daher nur begrenzte Möglichkeiten zur Genehmigung fester Anlagen“, so Bauamtsleiterin Ines Gründel auf der vergangenen Sitzung des Bauausschusses. Zudem regele der B-Plan ganzjährige Gastronomie am Standort Imbiss-Oase sowie die Zulässigkeit von Einrichtungen wie einer Strandsauna. Bislang müsse in jedem Einzelfall neu entschieden werden.

Die Bürgerschaft beschloss zugleich mit der B-Plan-Einstellung, dass die Verwaltung einen Gestaltungsvorschlag mit anderen Instrumenten vorlegen soll. Der Hochwasserschutz bleibe von diesen Entscheidungen unberührt.

zur Startseite

von
erstellt am 03.Apr.2014 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen