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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. November 2017 | 09:07 Uhr

Messe in Rostock : Azubis sind heiß begehrt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bei der zweitägigen Jobfactory auf der Hanse Messe kommen Bewerber und Betriebe ins Gespräch

svz.de von
erstellt am 14.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Das klassische Anschreiben könnte bald ausgedient haben – denn auch der Bewerbungsprozess wird immer digitaler. Auf der 19. Jobfactory am 23. und 24. September in der Hanse Messe erfahren Ausbildungssuchende deshalb aus erster Hand, was sie auf dem Weg zur perfekten Lehrstelle beachten müssen.

Dass es in der Hansestadt gute Ausbildungsplätze gibt, davon wollen Vertreter von 171 Firmen den Nachwuchs überzeugen. „Und die potenziellen Azubis sind längst nicht mehr immer 16 Jahre alt“, weiß Sven Heilmann von der Agentur für Arbeit in Rostock. Immer öfter würden Jugendliche nach dem Schulabschluss erst einmal in verschiedene Branchen hineinschnuppern, um am Ende eine „getragene und nachhaltige Berufswahlentscheidung zu treffen“, so Heilmann. Auch das Reisen stünde hoch im Kurs. Damit sich Ausbildungssuchende auch aus dem Ausland bei Arbeitgebern in der Heimat vorstellen können, wird bei der Jobfactory als Deutschlandpremiere die JobUFO-App präsentiert. Damit können 30-sekündige Bewerbungsvideos gedreht und direkt versendet werden. „Das ist eine gute Möglichkeit, einen Eindruck von der Persönlichkeit des Bewerbers zu erhalten, der über schulische Leistungen hinausgeht“, sagt Dr. Annelie Saß von der Leea-Akademie, einem Gemeinschaftsprojekt zur Ausbildung bei den 16 landesweiten Stadtwerken.

Die Zeiten, in denen sich Firmen die besten Azubis aussuchen konnten, sind laut Experten auch in Rostock vorbei – 2800 Lehrstellen stehen in diesem Jahr 2200 potenzielle Azubis gegenüber. Laut Sven Heilmann habe der Run auf die Azubis schon lange eingesetzt und die Unternehmen mittlerweile erkannt, dass sie sich rechtzeitig um Nachwuchs kümmern müssen. Die Jobfactory sei deshalb nicht nur eine sehr gute Beratungsgrundlage für die Ausbildungssuchenden, sondern auch eine Chance für die beteiligten Firmen, direkt mit Interessenten ins Gespräch zu kommen.

„Wir sind mit der ganzen Bundesrepublik im Wettbewerb um die guten Köpfe. Und nur die wollen wir haben“, sagt Wiro-Chef Ralf Zimlich, dessen Unternehmen zu den größten Ausbildern der Hansestadt gehört. Weil Jugendliche für den Messebesuch nicht immer freigestellt werden können, gibt es seit 2015 den Sonnabend als zweiten Tag. „Das kommt bei Eltern gut an, die ihre Kinder zur Messe begleiten können. Und bei den Ausstellern auch – wir haben dieses Jahr 25 mehr“, sagt Jobfactory-Projektleiter Torsten Uhl.

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