Soziales : Awo sieht sich auf einem guten Weg

Wollen Attraktivität steigern: Christian Kleiminger, Vorstandsvorsitzender, Rainer Albrecht, Vertreter des Vorstandsvorsitzenden und Kristin Voß, Schatzmeisterin (v. l.).
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Wollen Attraktivität steigern: Christian Kleiminger, Vorstandsvorsitzender, Rainer Albrecht, Vertreter des Vorstandsvorsitzenden und Kristin Voß, Schatzmeisterin (v. l.).

Der Vorstand des Wohlfahrtverbandes wurde wiedergewählt. Künftig sollen mehr Leute für soziale Arbeit begeistert werden.

Rechenschaftsberichte, Finanzen oder Wahlstatuten – schnell kann auf Tagungen der Blick für das Wesentliche verloren gehen. Bei der Kreiskonferenz der Arbeiterwohlfahrt (Awo) am Sonnabend im Bürgerschaftssaal des Rostocker Rathauses stand von den Anwesenden allerdings keiner im Verdacht, die Leitlinie der Einrichtung zu vernachlässigen. Im Mittelpunkt steht und stand der haupt- und ehrenamtliche Einsatz für mehr soziale Gerechtigkeit.

Der Vorsitzender des Landesverbandes der Awo, Rudolf Borchert, zog aus der Arbeit der vergangenen Jahre ein positives Fazit: „Wir wollen weiter als sozialer Dienstleister und ehrenamtliche Helfer für viele Menschen eine Anlaufstelle sein und uns ebenso in sozialpolitischen Fragen klar positionieren.“ Auch aufgrund der in der letzten Periode geleisteten Arbeit wurde der komplette Vorstand der Awo Rostock einstimmig wiedergewählt.

Das von den sieben Ortsvereinen der Hansestadt ausgesprochene Vertrauen will Vorstandsvorsitzender Christian Kleiminger nutzen, um in den nächsten Jahren zusammen mit Geschäftsführer Sven Klüsener das Angebot kontinuierlich und nachhaltig zu verbessern. Kernziel ist die Steigerung der Attraktivität der sozialen Einrichtung, um noch mehr Leute für soziale Arbeit zu generieren und dem Fachkräftemangel entgegenzutreten. Der Landesverband plant im kommenden Jahr eine groß angelegte Imagekampagne, zudem soll mit der Umsetzung des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TvöD) eine bessere Bezahlung geschaffen werden. „Das ist der richtige Weg. Wer eine gute Betreuung möchte, muss investieren“, sagt Kleiminger. Gleichzeitig kritisierte er die Rostocker Bürgerschaft dafür, nicht genügend Gelder für Soziales zur Verfügung zu stellen. Die Leittragenden, so der Vorsitzende, seien viele Kinder oder auch Senioren, die nicht gut genug betreut werden könnten. Geladen waren der Bürgerschaftsspräsident Dr. Wolfgang Nitzsche (Linke) und Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD).

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