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Ratgeber : Auto-Versicherung: Frauen zahlen 2013 drauf

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Verbraucherschützer warnen vor steigenden Beiträgen für Kfz-Versicherungen. Grund: Neue Tarife ab Januar 2013. Vor allem Frauen und ältere Autobesitzer müssen tiefer in die Tasche greifen.

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erstellt am 28.Okt.2012 | 08:26 Uhr

Schwerin | Verbraucherschützer in Mecklenburg-Vorpommern warnen vor steigenden Beiträgen für Kfz-Versicherungen. Grund: Tarife für Haftpflicht, Teil- und Vollkasko werden ab Januar 2013 auf neuen Grundlagen berechnet. Vor allem Frauen und ältere Autobesitzer müssen tiefer in die Tasche greifen.

Änderung 1:
Bislang waren Frauen bei Auto-Versicherungen im Vorteil, weil sie deutlich weniger Unfälle verursachen. Infolge einer EU-Gleichstellungsrichtlinie müssen aber die Versicherer die Prämien für beide Geschlechter vom 21. Dezember 2012 an annähern. Die Folge: "Frauen müssen die höhere Schadensquote der Männer mittragen und künftig mit höheren Beiträgen für Neuverträge rechnen", erläutert Versicherungsexperte Albert Gottelt, Chefredakteur des "1A Verbraucherportals", in Rostock. Männer könnten dagegen von der neuen Berechnung profitieren.

Änderung 2: Etwa die Hälfte der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge wird in neue Typklassen umgestuft. Grund: Erstmals sollen das Alter des Versicherungsnehmers und das Alter des jüngsten Nutzers des Fahrzeugs bei der Einteilung der Typklasse berücksichtigt werden. Wer also ein Auto fährt, dass bei Risikogruppen wie Fahranfänger oder Senioren besonders beliebt ist, zahlt künftig deutlich mehr. Verbraucherschützer befürchten, dass sich die angeschlagenen Autoversicherer mit diesem Vorgehen auf dem Rücken der Versicherten sanieren wollen. Die Änderungen bezeichnet Axel Drückler von der Neuen Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern als willkürlich: "Es hängt immer mehr vom Zufall ab, ob man den günstigsten Anbieter findet." Der Gesamtverband der Deutscher Versicherungswirtschaft (GDV) spricht dagegen von mehr Gerechtigkeit.

Änderung 3: Die Schadenfreiheits klassen sollen ebenfalls neu gestaffelt werden. So wird sich die Zahl der Klassen von bisher 25 auf 35 erhöhen. Der niedrigste Beitragssatz liegt dann bei 20 Prozent. "In Einzelfällen wird sich die Änderung als günstig erweisen, doch für viele nicht", schätzt Albert Gottelt ein.

Günstig sind in Mecklenburg-Vorpommern dagegen die Regionalklassen. Die Stadt Schwerin und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden für 2013 in die niedrigste Klasse I eingestuft. Rostock bleibt in der Klasse III. Je niedriger die Regionalklasse desto günstiger ist dann auch der Versicherungsbeitrag.

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