Warnemünde : Ausschuss zum Segelrevier geplant

Dieses malerische Bild bietet sich immer zu den Mittwochsregatten am Abend nahe der Molenfeuer und auf der Ostsee.
Dieses malerische Bild bietet sich immer zu den Mittwochsregatten am Abend nahe der Molenfeuer und auf der Ostsee.

Sportsenator Bockhahn will einen Runden Tisch zur Sicherung des Segelstandortes gründen. WSC plädiert für das Vorhaben.

svz.de von
01. Juni 2016, 08:24 Uhr

Der Segelstandort Warnemünde ist in Gefahr, warnt Sportsenator Steffen Bockhahn (Linke) in einer Vorlage für die Bürgerschaft. Gründe sieht er vor allem in der gesperrten Bootsliegeplattform und den teilweise gesperrten Liegeplätzen am Alten Strom auf der Mittelmole. Deswegen könnten derzeit keine Regatten veranstaltet werden.

„Der steigenden Nachfrage nach der Durchführung nationaler und internationaler Wettkämpfe und Weltmeisterschaften im Segelrevier Warnemünde kann wegen der begrenzten landseitigen Infrastruktur für den Segelsport bisher nur bedingt oder gar nicht nachgekommen werden“, sagt der Senator. Um das zu ändern, will er sich der Initiative des Ausschusses für Schule, Hochschule und Sport anschließen und einen Runden Tisch einberufen.

Jürgen Bohn vom Warnemünder Segelclub (WSC) begrüßt den Vorstoß. „Ich finde das erst einmal richtig gut, dass alle an einen Tisch kommen“, sagt er, fügt aber zugleich an: „Es gehören dann aber alle dahin – der Sportminister, die Stadt, der Oberbürgermeister, die Besitzer der anliegenden Landliegenschaften und weitere Betroffene.“ Aus Bohns Sicht drängt besonders ein Punkt: „Die Landsteganlage muss dringend gemacht werden, das ist wichtig für die Grundstruktur in der Zukunft,  zumal wir 2017 die 80. Warnemünder Woche veranstalten wollen und das ein ganz besonderes Ereignis ist.“

Für den Clubchef zählt das Warnemünder Revier zu den besten der Welt. „Allerdings  sehe ich eine große Gefahr durch die Pläne mit dem Windpark, wenn so etwas kommt, dann ist das ein Tiefschlag für den Segelsport, das passt einfach nicht zusammen“, betont Bohn. Er trauert den einstigen Plänen mit dem Olympiahafen ein wenig nach. „Das waren wirklich einzigartige Ideen in der großen Variante“, so Bohn.

Auch Bockhahn bestätigt, dass Warnemünde dank seiner Lage besonders für die Austragung von Segelregatten prädestiniert sei. Den hohen Stellenwert verdeutlichten auch die 13 Segelsportvereine mit ihren 1750 Aktiven in der Stadt. Damit zähle die Sparte zu den zehn beliebtesten Sportarten der Rostocker.

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