Bauprojekt : Ausschuss vertagt Glatten Aal

Das Filetstück zwischen Buchbinder- und Kistenmacherstraße wird bereits seit 2008 als Parkplatz genutzt.
Das Filetstück zwischen Buchbinder- und Kistenmacherstraße wird bereits seit 2008 als Parkplatz genutzt.

Verhandlungen mit dem Investor über Veränderungen an der Gestaltung laufen weiter

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18. November 2015, 08:00 Uhr

Der Hauptausschuss hat gestern seine Zustimmung zum Bauprojekt Glatter Aal in dessen aktueller Form vertagt. Die Mitglieder setzen stattdessen auf die derzeit laufenden Gespräche der Stadtverwaltung mit dem Investor, der Randalswood Germany GmbH. Deren Ziel sind deutliche Veränderungen am so genannten Rosengartencenter.

Die Gespräche sollen voraussichtlich Anfang Dezember fortgesetzt werden und zielen auf einen Wettbewerb und mehr Wohnungen statt Hotelzimmer beziehungsweise Büros und Geschäften ab. Die Hansestadt ist bei den Verhandlungen allerdings auf Zugeständnisse des Investors angewiesen – rechtlich kann sie die Baugenehmigung für das kritisierte Center nicht verweigern. Bauamtschefin Ines Gründel zufolge fehlen lediglich die abschließende Stellungnahme des Landesamts für Denkmalpflege und die Beiträge zweier Fachämter. Sobald diese vorliegen, müsse die Stadt die Baugenehmigung erteilen. Andernfalls könne der Investor sie einklagen.

„Es geht daher auch um Schadensabwendung von der Hansestadt“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Das Problem: Im derzeit noch gültigen Vertrag sind dem Investor feste Termine vorgegeben, beispielsweise der Baustart am 1. Juni 2016. Hält Randalswood sich nicht daran, könnte die Stadt eines der beiden Grundstücke von der Gesellschaft zurückfordern. Wird der Vertrag nun aufgegeben, verliert sie dieses Druckmittel.

Dabei wollen die Mitglieder des Hauptausschusses durchaus am Investor festhalten, der seine Bereitschaft zu Änderungen mehrfach signalisiert hat – allerdings nur, wenn die festgeschriebenen Fristen im Gegenzug verändert werden.

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