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22. November 2017 | 21:31 Uhr

Ausgezeichnetes Studium in Rostock

vom

svz.de von
erstellt am 04.Jun.2013 | 09:14 Uhr

Rostock | Dass für Studienanfänger die Universität ihrer Wahl nicht nur in den Hochschulrankings gut abschneiden muss, sondern auch weiche Faktoren wie gute studentische Netzwerke oder eine Betreuung gerade zu Beginn des Studiums wichtig sind - davon ist auch die Uni Rostock überzeugt. Sie vergibt jetzt Labels an Studiengänge, die sich den Bedürfnissen der Studenten anpassen.

Als erster Studiengang wurde nun pünktlich zum Sommersemester 2013 die Physik mit dem Label "Starthilfe" ausgezeichnet. So genannte Navigatoren haben sich eingehend mit den Wünschen, Fragen und Problemen der Studienanfänger beschäftigt. "Ein Navigator hilft ja beim Finden der Richtung oder eines Ortes. Er kann aus Erfahrung in unbekannten Gewässern auch Fragen beantworten und beraten, wenn der Neuling nicht weiter weiß", erklärt Dr. Viola von Oeynhausen, Projektleiterin der Navigatorengruppe. Zudem würden sie die Studieninteressierten im Vorfeld begleiten, Kurse vor dem Studium organisieren und auch mal mit in die Kneipe gehen, so von Oeynhausen.

"Das ist für alle eine Win-Win-Situation", sagt Prof. Thomas Fennel, der im Institut maßgeblich an der "Starthilfe" mitgearbeitet hat. "Die Erstsemester haben gleich Kontakt zu den Kommilitonen, finden sich schneller zurecht und kommen besser mit dem Vorlesungsstoff klar", so Fennel weiter.

Dass das Labeln von Studiengängen eine gute Idee ist, hat auch der Stifterverband erkannt und zeichnete die Initiative als Hochschulperle des Monats Mai aus. "Gerade weil es ein langfristiges Projekt ist und wir so viel daran gearbeitet haben, freut es uns, dass wir jetzt ausgezeichnet wurden", sagt Prof. Stefan Göbel, Prorektor für Studium, Lehre und Evaluation.

Die ursprüngliche Idee entstand 2010 im Wettbewerb "Vermarktungsfähige Attraktivität der Studienbedingungen an ostdeutschen Hochschulen", den das Projekt "Die Universität passt (zu) Dir!" mit der Idee des Labelns gewinnen konnte. Mit dieser Hochschulinitiative sollte vor allem für die Universitäten der neuen Bundesländer Werbung gemacht werden. Seitdem hat sich an der Uni Rostock ein Kompetenzteam gefunden, das die Label nach und nach weiterentwickelt. Neben dem Label "Starthilfe" sollen zudem "Forschung", "Studierklima", "Internationalität" und "Praxis" vergeben werden.

Die nächsten Anwärter für die "Starthilfe" sind die Fachbereiche Elektrotechnik und Mathematik. In Letzterem ist Dr. Heidrun Jander zu Hause, die sich im Tutorenprogramm engagiert: "Ein Problem ist der Übergang von der Schule zur Universität. In der Mathematik haben wir eine hohe Abbrecherquote. Durch die Labels sollen die Anfänger auch erfahren, was sie im Studium überhaupt erwartet." Wichtig sei also vor allem eine Kommunikation auf Augenhöhe.

Die Labels werden zunächst nur für drei Jahre ausgestellt. "Die Studiengänge müssen stets weiter beobachtet werden. Es ist wichtig, dass es ein transparentes Verfahren bleibt", fügt Göbel hinzu. In die Initiative komme zudem richtig Schwung, seit die Physik das Label "Starthilfe" bekommen hat. "Jetzt wollen natürlich auch Professoren aus anderen Fachbereichen ein Label bekommen." Das belebe die Konkurrenz untereinander.

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