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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 16:27 Uhr

Warnemünde : Aus für Schulschwimmen im A-Ja-Resort

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die für den Badebetrieb notwendige Umrandung gefährdet die Lehrer. Neptun-Halle als Ersatz.

svz.de von
erstellt am 23.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Seit gestern ist der Weg für die Warnemünder Kinder zum Schulschwimmen deutlich länger. Denn dieses Angebot für die Drittklässler der Heinrich-Heine-Grundschule ist vom A-Ja-Resort in die Neptunschwimmhalle nach Rostock verlegt worden. Das war eine amtliche Entscheidung. Alle Beteiligten bedauern diesen Schritt. Und vonseiten des Resorts und dem Verantwortlichen David Monte liegt auch kein Wortbruch gegenüber der Warnemünder Schule und dem Schulamt vor. „Die Halle weist auch für den normalen Schwimmbetrieb keine Mängel auf“, betont Schulamtsleiter Martin Meyer. Über den Schritt sind die Schüler und Eltern in einem Schreiben am Freitag informiert worden.

In dem Brief schreibt Schulleiterin Judith Plaumann: „Die Schwimmhalle ist für die Freizeitgestaltung hervorragend geeignet, aber leider ist sie für die Schwimmlehrer aufgrund der rechtlichen Arbeitsschutzbestimmungen nicht zugelassen.“ Den Stein ins Rollen gebracht hatten zwei Schwimmlehrerinnen. Denn anders als in Schulschwimmhallen hat dieses 25-Meter-Becken eine Umrandung, die zum Ende des Beckens höher wird. Sie ist nur 35 Zentimeter breit. „Und weil die Lehrer alle Schüler im Blick haben müssen, müssen sie auf diesem schmalen Rand langlaufen“, sagt Schulamtsleiter Martin Meyer. Der glitschige Untergrund war ihnen zu gefährlich. „Wir haben wirklich freundschaftlich diesen Vertrag gelöst, es war ein tolle Möglichkeit für die Warnemünder Kinder“, sagt Meyer. „Auch wir haben mit dem Schulverwaltungsamt und der Schule eine hervorragende Zusammenarbeit gehabt“, so Michaela Störr, Sprecherin vom A-Ja-Resort.

Da das Schwimmen ein Pflichtfach ist, musste Meyer schnell eine Alternative finden. In Rostock besuchen derzeit 1246 Kinder aus 68 Klassen den Schwimmunterricht. Wichtig war, dass die Unterrichtszeit gleich und der Transfer nach Rostock mit dem Nahverkehr geklärt ist. Daher versteht Schulamtsleiter Meyer die Kritik der Eltern, dass die Information zu spät gekommen ist, aber die Entscheidung ist erst am vergangenen Donnerstag gefallen.

Das Vertragsende nimmt Meyer zum Anlass, dem A-Ja-Resort und dem Team zu danken. „Die Zusammenarbeit war fantastisch und für den normalen Badebetrieb gibt es absolut keine Mängel“, sagt er. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Warnemünder Kinder weiter dort schwimmen, aber bei den Bedenken mussten wir diesen Schritt gehen,“ sagt Meyer.

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