Wirtschaft : Auftragsbücher sind gut gefüllt

Präsentieren die Studie: André Nogat (l.) und Frank Mrosek
Präsentieren die Studie: André Nogat (l.) und Frank Mrosek

Studie stellt Situation der Rostocker Gewerbetreibenden vor

svz.de von
01. Dezember 2015, 21:52 Uhr

Den meisten Gewerbetreibenden in Rostock geht es gut. Für sie war 2015 ein erfolgreiches Jahr. Das ist das Ergebnis der Studie zur wirtschaftlichen Situation von Handwerkern, Gewerbetreibenden sowie Freiberuflern mit einem Jahresumsatz von bis zu 2,5 Millionen Euro, die im Auftrag der Commerzbank erstellt wurde.

André Nogat, Niederlassungsleiter der Commerzbank für MV, und Frank Mrosek, Leiter des Bereichs Geschäftskunden, stellten gestern die Ergebnisse der Umfrage vor. Demnach gaben immerhin 86 Prozent der Befragten an, dass sich ihre Situation in diesem Jahr sehr gut entwickelt habe beziehungsweise stabil geblieben ist. 2014 blickten 77 Prozent auf ein gutes oder stabiles Jahr zurück. Im Vergleich dazu: Bundesweit geht es nur 75 Prozent der Handwerker und Co. wie ihren Kollegen aus Rostock, 2014 waren es 81 Prozent. Damit sind die Rostocker optimistischer als der Bundesdurchschnitt.

Ein Grund hierfür könnte die Entwicklung der Auftragslage sein. Laut Studie hat sie sich im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert oder ist gleichgeblieben. Nur bei zehn Prozent habe sich die Situation verschlechtert. „Auch der Ausblick auf 2016 ist positiv. Die Geschäftskunden sind noch zuversichtlicher als im Vorjahr. Mit 44 Prozent hat sich die Zahl der Optimisten gegenüber 2014 sogar mehr als verdoppelt“, sagt André Nogat.

Und dennoch gibt es auch Risiken, mit denen die Gewerbetreibenden konfrontiert sind. „Mit 42 Prozent ist das Problem des Fachkräftemangels am größten, gefolgt von der Steigerung der Lohnkosten mit 28 Prozent“, sagt Frank Mrosek. Gut ein Viertel fürchtet in diesem Jahr zudem, dass Kunden ihre Rechnungen nicht bezahlen und dass sie keine Rücklagen für das Alter bilden können. Das Internet als Konkurrenten fürchten immerhin 22 Prozent. Allgemein ist die eigene Internetpräsenz für die Mehrheit der Rostocker Gewerbetreibenden immer noch kein großes Thema. 46 Prozent sind kaum aktiv. Das spiegelt sich im Bezahlverfahren wider: Über Dreiviertel setzten auf den Klassiker, die Rechnung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen