Nordic-Yards : Aufatmen für Werftarbeiter?

Wie geht es mit den Werft-Mitarbeitern weiter?
Wie geht es mit den Werft-Mitarbeitern weiter?

Nach der Übernahme der Nordic-Werften wird eine Lösung für die Beschäftigten gesucht.

svz.de von
04. März 2016, 07:45 Uhr

Die IHK Rostock hat die Übernahme der Nordic-Werften durch den asiatischen Konzern Genting als große Chance für Tausende Beschäftigte im Nordost-Schiffbau bezeichnet. „Wir können die Schiffbau-Kompetenz als traditionelles industrielles Rückgrat weiter im Land halten“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Jens Rademacher gestern. 2014 waren im Nordosten rund 5000 Menschen direkt und 7500 indirekt im Schiffbau beschäftigt gewesen. Es sei aber das Verdienst des russischen Werfteigners Witali Jussufow, dass diese Übernahme überhaupt möglich war. „Er hat die Werften über mehrere Jahre hinweg “heiß„ gehalten“, sagte Rademacher.

Ein Tag nach Bekanntwerden der Übernahme ist noch nicht klar, wie der Übergang der Mitarbeiter zum neuen Arbeitgeber über die Bühne gehen wird. An den drei Werften sind rund 1400 Mitarbeiter beschäftigt. Genting hatte zugesichert, alle Werft-Beschäftigten zu übernehmen. Der Großteil davon arbeitet an der Fertigstellung der Offshore-Konverterplattform DolWin gamma. Während in Warnemünde die sogenannte Topside der Plattform montiert wird, werden in Wismar und Stralsund die Fundamente gefertigt. Der Übergang der Nordic-Yards-Mitarbeiter zu Genting soll in mehreren Phasen erfolgen und richte sich nach dem Baufortschritt von DolWin gamma, hieß es dazu von Nordic. Eine Option beim Übergang könnte eine Phase der Kurzarbeit sein. Es gebe dazu entsprechende Gespräche, bestätigte ein Sprecher des Landesarbeitsministeriums.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen