Reise in die Geschichte : Auf Tuchfühlung mit Adam und Eva

Die lebensgroßen handgefertigten Holzfiguren aus der Bibel sind ein echter Höhepunkt auf Aaad Peters Arche Noah.
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Die lebensgroßen handgefertigten Holzfiguren aus der Bibel sind ein echter Höhepunkt auf Aaad Peters Arche Noah.

Das größte schwimmende Bibelmuseum Europas, die „Arche Noah“, liegt wieder im Stadthafen und bleibt drei Monate.

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29. November 2014, 09:00 Uhr

Sie ist wieder da: Die „Arche Noah“, das größte Bibelmuseums Europas, hat im Stadthafen festgemacht. Es ist der zweite Besuch der nachgebauten Noah in der Hansestadt. Das 13 Meter hohe und 70 Meter lange Schiff hatte während seiner siebenwöchigen Aufenthaltszeit im Januar und Februar mehr als 30 000 Besucher an Bord. Nun möchten Museums-Inhaber Aad Peters und seine Crew in Rostock überwintern. Drei Monate wird der Koloss bleiben, bevor die nächste Stadt angesteuert wird. „Wir kommen gerade aus Dänemark, haben dort in den vergangenen Monaten an insgesamt sieben Stationen Halt gemacht“, erzählt Peters. Zudem sei die Arche im Dock gewesen. „Das Schiff muss alle vier Jahre durchgecheckt werden. Es gab ein paar kleine Reparaturen. Im vergangenen Jahr hatten wir Probleme mit dem Strom. Nun haben wir einen zweiten Generator an Bord“, erklärt der Niederländer.

Die Idee, mit dem schwimmendes Bibelmuseum über die Meere zu schippern, hatte Peters im Jahr 2010. Damals kaufte er den 2007 angefertigten Arche-Nachbau für rund 2,5 Millionen Euro. „Meine Motivation ist es nicht, die Kirche größer zu machen oder Atheisten zum Glauben zu bekehren. Meine Motivation besteht darin, die Bibelgeschichte, die Teil unserer Kultur ist, am Leben zu halten“, sagt er. Die Finanzierung der „Arche Noah“ wird komplett über Eintrittsgelder abgedeckt. Sponsoren gibt es keine. „Wir sind ein freies Schiff und wollen es auch bleiben“, so Peters. Nur so könne der Niederländer die Projektideen umsetzen, die ihm für den Betrieb vorschweben. „Wir würden uns freuen, in den nächsten Wochen ein paar Schülergruppen bei uns begrüßen zu können“, sagt er. Gerade die junge Generation könne mit der Bibelgeschichte nur wenig anfangen. Damit sich daran etwas ändert, feile die Crew derzeit an kindgerechten Angeboten.

Die Arche Noah beherbergt eine Ausstellung mit lebensgroßen Figuren aus dem Alten und dem Neuen Testament. Ein Teil der Unikate hat Peters derzeit ausgeliehen. Unter dem Riesenrad am Neuen Markt stehen sie als Weihnachtskrippe liebevoll arrangiert.

Dabei hält „Arche Noah“-Chef Peters von dem Weihnachts-Rummel selbst gar nicht so viel: „Mich ärgert nicht, dass Weihnachten so kommerziell vermarktet wird. Mich ärgert vielmehr, dass die Geschichten der Bibel falsch erzählt werden. So freut man sich über Noah, der die ganzen Tiere rettet, vergisst dabei aber, dass die Sintflut den Tod für alle anderen brachte. Am Ende ist Noah sogar jemand, der ein Alkoholproblem hatte“, erklärt Peters.

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