Maritimes Rostock : Auf ein Treffen am Ankerplatz „Hollfast“

Das Team der DSM Rostock: Ulrich Hein (v.l.), Folkert Janssen (der scheidende Leiter), Dorothea Flake, Arno Pöker (1. Vorsitzender), Stefanie Zernikow (künftige Leiterin) , Regina Qualmann und Rolf Spannaus
Das Team der DSM Rostock: Ulrich Hein (v.l.), Folkert Janssen (der scheidende Leiter), Dorothea Flake, Arno Pöker (1. Vorsitzender), Stefanie Zernikow (künftige Leiterin) , Regina Qualmann und Rolf Spannaus

Beim traditionellen Adventsfrühstück dankt die Seemannsmission seinen Unterstützern. Über 5500 Seeleute wurden im Club betreut und 1150 Bordbesuche abgestattet.

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11. Dezember 2019, 10:02 Uhr

Es ist bereits eine gute Tradition, dass die Deutsche Seemannsmission (DSM) in der Vorweihnachtszeit zum Adventsfrühstück in den Seemannsclub „Hollfast“ im Hafen einlädt. Vorstand und Mitarbeiter bedanken sich damit bei den Unterstützern ihrer sozialen Arbeit im Dienst der Seeleute. Arno Pöker, der 1. Vorsitzende, drückte es vergangenen Freitag im übertragenen Sinne mit einem Bibelwort aus, dankte damit für die gute Zusammenarbeit, die es der Seemannsmission ermöglicht, ihre Dienstleistungen weiter auszubauen. Angesprochen waren damit insbesondere die Vertreter der Nordkirche, der Hansestadt Rostock, des Hafens, dessen verschiedene Dienstleister und auch Repräsentanten der Politik.

In der Runde waren mit Hafenkapitän Falk Zachau auch seine beiden Vorgänger Stefan Rathmanner und Gisbert Ruhnke präsent, die in den vergangenen Jahren die Arbeit der Seemannsmission maßgeblich unterstützten. Mitarbeiter von Rostock Port, die dem Club die Räume kostenlos zur Verfügung stellen, waren ebenso vertreten wie unter anderem auch Lotsenältermann Andreas Krüger, einige Schiffsmakler, die Wasserschutz- und Bundespolizei sowie mit Hamani Amadou der Inspektor der Internationalen Transportarbeiterföderation (ITF) in Rostock. Der Dank richtete sich an Frauen aus der Südstadt, die den Seeleuten wärmende Sachen stricken, an Abgeordnete für ihre Weichenstellungen, an langjährige Weggefährten und an die Mitarbeiter des Clubs selbst.

Dort steht ein Stafettenwechsel bevor. Zum Februar kommenden Jahres scheidet mit Folkert Janssen der langjährige Leiter aus, der maßgeblich die Geschicke der Station in Rostock von Beginn an bestimmte. Seit einigen Tagen bereitet sich nun Stefanie Zernikow, die von Kiel nach Rostock wechselt, auf die Aufgabe vor, die an ihrer Seite Dorothea Flake, Regina Qualmann, Rolf Spannaus und Ulrich Hein engagiert weiterführen.

In diesem Jahr wurden durch das Team von Folkert Janssen allein im Club im Hafen über 5500 Seeleute betreut, erfolgten über 1550 Bordbesuche und wurden 655 Personen zu Ausflügen in die Stadt begleitet.

Ein neues Gesicht war während der Kreuzfahrtsaison mit Marie-Kristin Liebold auch in der Seafarers Longe am Warnemünder Kreuzfahrtterminal präsent, die auf Teilzeitbasis hier die Betreuung von Seeleuten bereicherte.

Förderhilfe durch das Land macht dies möglich, gewährleistet auch hier zunächst für die nächsten drei Jahre die Betreuung der Seeleute, betont Pöker. Und er dankt auch dem Bund für die Unterstützung. Bundestagsabgeordneter Eckhardt Rehberg (CDU) kann berichten, dass der Haushaltsausschuss die Mittel zur Unterstützung der Deutschen Seemannsmission um eine Million auf 1,5 Millionen Euro aufgestockt habe. So könne auch die Auslandsarbeit erfolgreich fortgesetzt werden.

Insgesamt stehen mehr als 700 Frauen und Männer in 32 Stationen weltweit im Dienst der Seemannsmission, geben den Seeleuten einen Ankerplatz, Geborgenheit, vermitteln ein Stück Heimat. Sitz des Dachverbandes ist gegenwärtig noch in Bremen, wird ab März dann Hamburg sein, wo schon drei Vereine wirken, wie Seemannspastor Matthias Ristau berichtet, der das Seemannsheim in Hamburg-Altona leitet. Als Netzwerker der Stationen war er auch in Rostock zu Gast. In Deutschland ist die Seemannsmission in 14 Häfen aktiv, in MV neben Rostock auch in Sassnitz.

Am 31. Januar 1991 war im Turm der Nikolaikirche die Deutsche Seemannsmission Rostock e. V. aus der Taufe gehoben worden. Vorsitzende waren seitdem Stefan Rathmanner (1991-2007), RFH-Chefin Daniele Priebe (2008-2012), die Aida-Manager Tino Hensel (2012-2015) sowie Burkhard Müller (2015-2018) und ist nun Arno Pöker.

An der Gründungsstätte wird am 31. Januar 2020 Folkert Janssen verabschiedet.

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