Auf der Mittelmole soll Leben einziehen

Der Entwurf der Architekten Detlev Kozian und Lutz Kessling (v. l.) überzeugt Jury-Vorsitzende Prof. Christiane Thalgott, Wiro-Chef Ralf Zimlich und Oberbürgermeister Roland Methling und sticht 57 andere Vorschläge aus.Georg Scharnweber
2 von 2
Der Entwurf der Architekten Detlev Kozian und Lutz Kessling (v. l.) überzeugt Jury-Vorsitzende Prof. Christiane Thalgott, Wiro-Chef Ralf Zimlich und Oberbürgermeister Roland Methling und sticht 57 andere Vorschläge aus.Georg Scharnweber

von
25. Mai 2012, 07:09 Uhr

Warnemünde | Vier- bis fünfgeschossige Häuser mit Tiefgaragen und Platz für bis zu 460 Mietwohnungen, Restaurants, Bars und Verkaufsläden. Je eine zusätzliche Brücke über den Alten Strom und die Gleisanlagen, ein Hotel, grüne Oasen und eine große Marina für die Segler. So könnte die Mittelmole in ein paar Jahren aussehen. Zumindest, wenn es nach dem Entwurf der Hamburger Architekten Lutz Kessling und Detlev Kozian vom Büro Böge Lindner K2 geht. Sie haben sich beim städtebaulichen Wettbewerb für das Filetstück gegen ein internationales Teilnehmerfeld aus 58 Bewerbern durchgesetzt.

Ausschlaggebend dabei war ihre strukturierte Neuordnung der 21 Hektar großen Fläche. "Sie verlegen die Segler an den Kai und schaffen so Raum für das Wohngebiet", sagt Preisgerichtsvorsitzende Prof. Christiane Thalgott. Außerdem würden die Touristenströme, die sich mit jedem anlegenden Kreuzfahrtschiff in den Ort ergießen, klar an den Wohnungen vorbeigeführt. Die neue Brücke über den Alten Strom schaffe einen Rundkurs und lotse zusätzliche Besucher zu den Geschäften auf der Mittelmole. Die Querung soll so angelegt werden, dass die Fahrgastschiffe nicht behindert werden.

"Der erste Preis wird Grundlage für den städtebaulichen Entwurf", sagt Stadtplanerin Anja Epper. In Frage kommen aber auch die zweit- und drittplatzierten Entwürfe. Zunächst sollen die Warnemünder sich jedoch bei einem Forum am 18. Juni im Technologiezentrum ein eigenes Bild von den eingereichten Vorschlägen machen. Ihre Meinung werde auch weiter berücksichtigt, sichert Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) zu. Konkrete Vorstellungen hat er auch schon selbst. So soll an der Molenspitze eine herausragende Landmarke entstehen. "Der Kühlturm vom Kraftwerk soll nicht das Erste sein, was Besucher, die mit der Fähre kommen, von Warnemünde sehen", sagt er. Außerdem will er möglichst schnell die Voraussetzungen dafür schaffen, die Olympischen Segelwettbewerbe ausrichten zu können.

Bis dahin allerdings ist es noch ein weiter Weg. "Wir hoffen, dass ab 2014 Bewegung auf das Grundstück kommt", sagt Wiro-Chef Ralf Zimlich. Das kommunale Wohnungsunternehmen hatte die Planungshoheit 2011 für 14 Millionen Euro erworben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen