Diedrichhäger Moor : Auf dem Weg zur Renaturierung

Bei der Montage eines Kugelhahns: Groth-Mitarbeiter Gerhard Janoschek.  Fotos: mapp
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Bei der Montage eines Kugelhahns: Groth-Mitarbeiter Gerhard Janoschek. Fotos: mapp

Nächste Etappe der Arbeiten: Die Hero baut die Zufahrt für Lastwagen

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17. September 2015, 10:00 Uhr

Es ist nicht zu übersehen: Stadteinwärts vor dem Diedrichshäger Moor gehen die Arbeiten in die nächste Runde. Die Hafenentwicklungsgesellschaft Rostock (Hero) finanziert die Renaturierung des Gebiets als Ausgleich für Hafenprojekte und -flächen. „Wir wollen bis November eine Zufahrt bauen, auf der wir ab Frühjahr anfangen, den degradierten Moorboden abzufahren“, sagt Hero-Projektleiter Holger Kleist. Das übernimmt die Firma Groth. Das Verkehrsamt hat gefordert, dass parallel zwei Laster auf der Zufahrt fahren können. Daher wird sie bis acht Meter breit und etwa 50 Meter lang sein.

Die Menge der Fracht ist beachtlich: Bis 2018 werden dort 90 000 Kubikmeter degradierter Moorboden abgetragen. „Das entspricht einer Fläche von etwa 6000 Lastern“, bebildert Hero-Sprecher Christian Hardt. Im Vorfeld wurde das Areal nach Kampfmitteln aus dem Zeiten Weltkrieg abgesucht. „Es gab Verdachtsfälle, die sich bestätigt haben und aufwendig beräumt worden sind“, sagt er. Diese Arbeiten wurden zwischen April und Juli durch den Munitionsbergungsdienst durchgeführt. Es fanden sich Teile von Bomben wie Deckel und auch Spitzen sowie viel Schrott. Für die Errichtung der Straße wird die Stadtautobahn tageweise halbseitig gesperrt.

Auch die Eurawasser ist in das Hero-Projekt mit eingebunden. „Im Zuge der geplanten Maßnahme ist es notwendig, eine Trinkwasserleitung und einen Schmutzwasserkanal umzuverlegen beziehungsweise entsprechend zu sichern“, sagt Eurawasser-Sprecherin Gabi Kniffka. Die Umverlegung der Schmutzwasserdruckrohrleitung in der Dimension DN 300 – das entspricht einem Durchmesser von 30 Zentimetern – über etwa 30 Meter wurde gestern abgeschlossen“, sagt Kniffka. Der neue Abschnitt besteht aus Grauguss. Die Umverlegung der Trinkwasserleitung beginnt am 20. September und wird voraussichtlich am 25. September – nach Freigabe durch das Gesundheitsamt – umgebunden und in Betrieb genommen. Die 50 Zentimeter starke Hauptwasserleitung wird ebenfalls auf 30 Metern ausgetauscht. Neben der fachlichen Begleitung der Planung und Durchführung erfolgt die örtliche Überwachung des Bauvorhabens durch Eurawasser. „Mitte November ist die Zufahrt fertig“, so Kleist.

Dann wird über den Winter pausiert, der Abtransport des alten Moorbodens startet im Februar.

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