zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 21:06 Uhr

Asta-Chef wirft hin

vom

svz.de von
erstellt am 14.Jan.2011 | 06:38 Uhr

Rostock | Weil er Beschlüsse des Rostocker Studentenparlaments Stura nicht mittragen wollte, ist der Vorsitzende des Studentenausschusses Asta, Christian Berntsen, am Donnerstagabend zurückgetreten. "Ich kann nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass wir auf einer studentischen Veranstaltung Tabakwerbung zulassen", sagt der 30-Jährige. Die Studentenschaft habe sich auf die Fahnen geschrieben, dass Bildung nicht zu verkaufen sei. Und jetzt verkaufe sie sich selbst, indem sie die Zigarettenfima Lucky Strike als Sponsor für die Kulturwoche akzeptiere. "Das ist sehr, sehr zweifelhaft", sagt Berntsen. Selbst wenn dadurch 10 000 Euro mehr eingenommen würden, unterschreiben könne er das nicht. Und er gehe auch nicht davon aus, dass diese Entscheidung so durchgehe. Denn Tabak stehe genauso wie harte Alkoholika oder Waffen auf der Negativliste der Universität. Das heißt: Es ist nicht erlaubt, dafür zu werben.

Der Stura-Beschluss, Zigarettenreklame zuzulassen, war nicht der einzige, mit dem der Asta-Vorsitzende ein Problem hatte. Er habe auch gegen die Entscheidung protestiert, Nicht-Studenten bei Veranstaltungen der Kulturwoche freien Eintritt zu gewähren. "Das geht nicht", sagt Berntsen. Er habe mehrfach darauf hingewiesen, dass der Anteil des Semesterbeitrags, den die Studentenschaft bekomme, ausschließlich für Studenten eingesetzt werden dürfe - doch ohne Erfolg. Eigentlich sei der Stura ja die Rechtsaufsicht des Astas, aber derzeit sei es eher umgekehrt. "Das geht an die Kraft", sagt er. Nach seinem Rücktritt will sich der Student nun wieder verstärkt seinem Sonderpädagogik-Studium widmen. Er plant, dieses noch 2011 abzuschließen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen