Ascher werden immer häufiger genutzt

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25. Juni 2019, 14:53 Uhr

Vor etwa zwei Jahren startete ein Pilotprojekt, das auf die langfristige Schädigung von Strand und Ostsee durch das unachtsame Verursachen von Müll aufmerksam machen sollte. Während zunächst fünf so genannte Ostsee-Ascher am Strand von Warnemünde aufgestellt wurden, sind es heute schon zehn.

Die durchsichtigen Behälter, in denen die Zigarettenkippen der Strandbesucher am Ende landen, sind an einem auffälligen Schild befestigt. Zusätzlicher Blickfang ist eine zufällige Auswahlfrage. „Pizza oder Pasta?, Möwe oder Spatz? stehen dann zur Auswahl“, berichtet Ronja Trübga vom Verein EUCC – Die Küsten Union Deutschland. Die Idee dahinter sei, dass die Leute zusehen können, wie sich die Behälter füllen und sie so zum Mitmachen animiert werden, hofft die Tourismuszentrale als Mitinitiator. Das Design sei an den Strandaschenbecher angepasst, den es in der Tourist-Info gibt.

„In der Saison findet zwei Mal im Monat ein Monitoring statt, um zu überprüfen, wie die Ascher genutzt werden“, erklärt Trübga die Vorgehensweise. Dabei werden die Ascher nicht nur geleert, sondern es wird der Bereich von etwa 15 Metern um den Ostsee-Ascher herum nach weiteren Zigarettenresten abgesucht. „In den Spitzenmonaten wie Juni, Juli und August finden wir hier manchmal trotzdem noch bis zu 150 Kippen im Sand“, erzählt die Absolventin des Freiwilligen Ökologischen Jahres. Das klinge im ersten Moment viel, dabei sei es schon deutlich weniger geworden. Dennoch machen die Zigarettenkippen immer noch den größten Teil des Mülls an Stränden aus.

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