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Warnemünde Zwei neue Liegeplätze entstehen

Von MAPP | 15.02.2018, 12:00 Uhr

Hafenkapitän und Inros Lackner Direktor stellen Pläne zur Umgestaltung des Werftbeckens zu einem Mehrzweckhafen vor. #wirkoennenrichtig

Rostocks Hafenkapitän Gisbert Ruhnke hat im Warnemünder Ortsbeirat über den Stand zum Werftbecken informiert. Und er brachte noch Planer Torsten Retzlaff, den geschäftsführenden Direktor der Inros Lackner GmbH, mit. „Die Entscheidung für einen Mehrzweckhafen ist schon kürzlich gefallen“, sagte er. Dass diese Variante für die künftige Nutzung am besten ist, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Momentan nimmt der Munitionsbergungsdienst beim Werftbecken Bohrproben, das dauert noch etwa zwei Monate. Parallel werden Umweltfragestellungen zu Altlasten, Biotopen, Lärm- und Luftimmissionen behandelt. „Wenn Biotope betroffen sind, dann sind auch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen zu schaffen“, informierte Retzlaff. Im Sommer ist der Abriss weiterer alter Gebäude auf der Fläche vorgesehen.

Das Projekt wird mit Fördermitteln im zweistelligen Millionenbereich unterstützt. Diese stehen aber nur noch bis 2020 zur Verfügung, daher sei die Anfangszeit jetzt wichtig.

Zudem gibt es weiterhin Gespräche mit Genting, dem Eigentümer der MV Werften. „Wir wollen in Absprache mit Genting 12 5000 Quadratmeter Fläche erwerben, damit wir die zwei benötigten Liegeplätze in einer hohen Qualität bauen können“, so Ruhnke. „Auch Genting möchte für künftige Vorhaben vernünftige Liegeplätze.“ Die geplante Anordnung schaffe ein hohes Maß an Flexibilität. Ein Liegeplatz zur Wasserseite soll 400 Meter lang werden. Damit wird der Dimension künftiger Schiffe Rechnung getragen. Der andere Liegeplatz im Werftbecken soll 370 Meter lang werden. „In der Saison dienen diese Liegeplätze fast ausschließlich Kreuzfahrtschiffen, aber außerhalb der Saison können sie von Genting zur Endausrüstung neuer Schiffe oder auch von anderen Schiffen genutzt werden“, sagte Ruhnke. „Das schafft und sichert Arbeitsplätze in Warnemünde, das begrüßen wir als Ortsbeirat“, so Beiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU). Außerdem bringt die Vermietung der Liegeplätze auch Geld in die städtischen Kassen. „Wenn die Planungen wunschgemäß verlaufen, dann können wir 2019 oder 2020 anfangen und wären 2022 fertig“, ergänzte Retzlaff.

Zudem erkundigte sich der Ortsbeirat, wie es bei den Planungen zum Werftbecken mit dem Thema Landstrom aussieht. „Wir waren aktuell in Hamburg und haben uns die drei Systeme angesehen, Power Pack, Power Barge und Landstrom. Wir prüfen das nach Wirtschaftlichkeit, aber etwas davon wollen wir perspektivisch dort anbieten.“

Auch die Frage nach dem Seekanal wurde gestellt. „Der Seekanal bleibt vom Prinzip so wie jetzt, er wird lediglich zwei Meter in der Mitte vertieft“, erklärte Hafenkapitän Ruhnke.