Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion NNN

13.12.-Aktion Rostock Unbekannte hetzen auf Plakaten gegen die Polizei

Von Stefan Tretropp | 13.12.2016, 17:37 Uhr

Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zum Dienstag in mehreren Rostocker Stadtteilen zahlreiche provozierende und polizeifeindliche Plakate angebracht.

So fanden sich im Bereich Lütten Klein und Lichtenhagen sowie in der Rostocker Innenstadt diverse große, gut lesbare Banner mit weißer Schrift auf schwarzem Grund. An der Fußgängerbrücke zur Stadthalle in der Südstadt wurde ein Banner befestigt, auf dem auf den Tod einer Frau im Jahr 2011 in Berlin hingewiesen wurde, die bei einem Polizeieinsatz durch einen Schuss in den Oberkörper ums Leben kam.

An der S-Bahn-Unterführung Parkstraße wurde ein Banner befestigt, bei dem der Tod von RAF-Mitglied Wolfgang Grams im Jahr 1993 thematisiert wurde. Von einer "Hinrichtung" war zu lesen und die Polizei verunglimpft. Am Geländer eines Sportplatzes am Grünen Tor in der Innenstadt hing ebenfalls ein großes Banner. Hier wurde auf den Fall Günter Sare aus dem Jahr 1985 hingewiesen, der von einem Wasserwerfer überrollt und getötet wurde. "Polizei - Kein Freund und Helfer" war darauf noch zu lesen.

Wie Rostocks Polizeisprecherin Dörte Lembke mitteilte, wurden bereits am heutigen Morgen aus dem Bereich des Reviers Rostock-Lichtenhagen mehrere derartige Plakate gemeldet. Die Ermittlungen dazu sind eingeleitet.

Der heutige Dienstag dürfte für die Aktion von den Tätern ganz bewusst gewählt worden sein, schließlich ist heute der 13.12. - was für den ersten, dritten, ersten und zweiten Buchstaben im Alphabet steht - ACAB, was so viel wie "All cops are bastards" zu deutsch "Alle Polizisten sind Bastarde", bedeutet.