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Missbrauchsprozess Rostock Plädoyers ohne Öffentlichkeit

Von Redaktion svz.de | 12.02.2018, 21:00 Uhr

Angeklagtem aus Rostock wird sexueller Missbrauch vorgeworfen

In dem Strafprozess gegen den Fleischer Ronny W. (38) aus Rostock wegen sexuellen Missbrauchs eines zehnjährigen Mädchens wurden heute die Plädoyers gehalten. Auf Antrag des Nebenklägervertreters Rechtsanwalt Thomas Penneke aus Rostock und auf Beschluss des Gerichts wurde die Öffentlichkeit während der Schlussvorträge ausgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, in der Zeit von Mitte 2013 bis zum 9. Januar 2014 an der damals zehnjährigen Tochter seiner Lebensgefährtin sexuellen Missbrauch begangen zu haben. Der Angeklagte bestreitet die Tatvorwürfe. Das Mädchen würde ihn hassen, weil er ihre Mutter am 9. Januar 2014 in die Nähe des Todes brachte. Er bezieht sich dabei auf eine Gewalttat gegenüber seiner damaligen Lebensgefährtin, die das Mädchen miterlebte und für die er zu 15 Monaten Haft verurteilt wurde.

Das Bundeszentralregister von Ronny W. weist etliche Eintragungen auf, mehrfach wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Betruges und Körperverletzung. Das Urteil im aktuellen Prozess wird von allen Seiten mit Spannung erwartet, nicht zuletzt deshalb, weil die psychologische Sachverständige von ihrem schriftlich vorgelegten Gutachten über das inzwischen 14-jährige Mädchen zurücktrat.