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Ein Artikel der Redaktion NNN

Schau in Warnemünde Kaninchenzüchter im Wettstreit

Von Redaktion svz.de | 02.11.2015, 08:15 Uhr

Norddeutsche Aussteller zeigen ihre Tiere / Zunft bangt um Nachwuchs

Kaninchenfreunde aus ganz Norddeutschland haben sich am Wochenende in der Warnemünder Kleingartenanlage „Am Moor“ getroffen. Seit Freitag war dort die 14. Herdbuchvergleichsschau Mecklenburg-Vorpommern zu sehen. „Ausgestellt wurden in diesem Jahr 217 Kaninchen – mit Verkaufstieren 230“, sagt Klaus-Dieter Stimm vom Warnemünder Zuchtverein M 59.

Unter den 26 Ausstellern waren erstmals auch Gerrit Meyer und Madita Grever aus Bremen. „Sonst fiel unsere Schau immer auf dasselbe Wochenende, deshalb konnten wir noch nie dabei sein“, sagt Meyer. Die beiden halten mehr als 100 Tiere, züchten neben den flauschigen Vierpfötlern auch Tauben und Sittiche. Für die Schau haben sie zwölf Zwergwidder mitgebracht, vier gelbe und acht Weiße Hotot – mit dem typischen schwarzen Ring um die Augen. Während der 38-jährige Meyer über die Eltern zur Zucht kam, entschloss sich Grever beim Kanin-Hop-Training zur Züchterin zu werden, so die 21-Jährige.

Gerade die Beteiligung junger Züchter freut die Warnemünder Vereinsmitglieder: „Es werden immer weniger“, sagt Schau-Organisator Stimm. Die Ursache sei klar, so Meyer: „Es kostet viel Zeit und Geld.“ Reich werde man mit der Zucht nicht, sie setze viel Leidenschaft und Arbeitswillen voraus. Auch die Siegerpreise vom Wochenende haben eher einen ideellen Wert. Sie bestehen aus Urkunden, Pokalen und kleinen Sachpreisen. „Aber dass man Tiere, die bei einer Schau ausgezeichnet wurden, besser verkaufen kann, ist natürlich kein Geheimnis“, sagt Nachwuchsfrau Grever.