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Badeunfall in Warnemünde Drei Mädchen abgetrieben - 13-Jährige ringt mit dem Tod

Von mapp | 20.06.2017, 21:23 Uhr

Am Abend hat es in der Ostsee vor Warnemünde das erste schwere Badeunglück des Jahres gegeben. Ein 13 Jahre altes Mädchen schwebt in Lebensgefahr.

Drei Mädchen im Alter von 13, 14 und 18 Jahren haben heute die reißende Strömung und den Wellengang nahe der Mole im Ostseebad unterschätzt. Dadurch ist es zu einem dramatischen Badeunfall gekommen. 

Eines der Mädchen ausländischer Herkunft mit Wohnsitz in Groß Klein war minutenlang im Wasser verschwunden. Um 18.36 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein, dass drei Mädchen in Warnemünde vermisst werden.  Ein Großaufgebot der beruflichen Wachen II und III und der Freiwilligen Feuerwehr Warnemünde war sofort zum Unfallort gefahren. „Zwei Jugendliche hatten noch versucht, die Mädchen zu retten, hatten aber erkannt, dass sie bei der starken Strömung nicht helfen konnten“, sagte Einsatzleiter Ronny Mönck von der Berufsfeuerwehr.

„Es zählen in solchen Fall Sekunden“, betont Wehrleiter Thomas Hellwig von der Freiwilligen Feuerwehr Warnemünde. Deshalb hat er das Vorhandensein der Planken bei der Beach Arena ausgenutzt und ist dort vorgefahren, soweit es ging. Auch Kitesurfer und Rettungsschwimmer des DRK waren an der Rettungsaktion beteiligt. Die Kiter stellten ihr Baord zur Verfügung, um das Mädchen an Land zu bringen.

Das eine 13-jährige Mädchen wurde unter Einsatz aller Kräfte und Ärzte wiederbelebt, so dass sie noch im reanimierten Zustand in den Krankenwagen zur Uniklinik gefahren werden konnte. Wie es um die Überlebenschancen steht, konnte nach dem Unfall keiner sagen. „In solchen Momenten merkt man, dass wir in Warnemünde von der Technik anders ausgerüstet sein müssten, ein Quad mit Bootshänger wäre wichtig“ sagt Hellwig. „Das habt ihr Klasse gemacht“, lobte Einsatzleiter Mönck Kollegen Hellwig von Warnemünde.

19.20 Uhr war der Einsatz beendet. Die Strömung an der Mole wird oft unterschätzt, vor zwei Jahren gab es einen tödlichen Badeunfall.