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Ein Artikel der Redaktion NNN

Brutaler Überfall in Rostock 25-Jähriger nach Sprüh-Attacke am Fenster im Krankenhaus

Von Stefan Tretropp | 28.08.2022, 08:12 Uhr | Update am 28.08.2022

Eine schreckliche Attacke auf einen jungen Mann im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen hat einen Großeinsatz von Rettungskräften und Ermittlern nach sich gezogen. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass die sogenannte „Antifa“ etwas mit der Sache zu tun haben könnte. Ermittelt wird jedoch in alle Richtungen.

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Der Angriff hatte sich nach Polizeiangaben am späten Samstagabend, kurz nach 22 Uhr ereignet. Demnach hatten die maskierten Tatverdächtigen gegen das Fenster des 25-jährigen Opfers im Erdgeschoss des Sonnenblumenhauses in Rostock-Lichtenhagen geklopft. Dieser öffnete das Fenster und wurde dann mit der Flüssigkeit im Gesicht und dem nackten Oberkörper besprüht, die starkes Brennen und Rötungen auf seiner Haut hervorrief.

Laut einem Polizeisprecher nahmen die Einsatzkräfte Chili- oder Tabasko-Geruch wahr. Von Säure sei zunächst nicht zu sprechen, auch weil die Haut des Opfers keine Verätzungen aufwies. Zur medizinischen Versorgung wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung. Ob die Tat mit einem Vorfall am Rande der Demonstration vom Samstag zusammenhängt, blieb zunächst unklar.

In Rostock-Lichtenhagen hatten sich am Samstag Tausende Menschen versammelt, um an die rassistischen Übergriffe in dem Stadtteil vor 30 Jahren zu erinnern. 

Weiterlesen: Tausende gedenken an Ereignisse in Lichtenhagen 1992

Während der Demonstration veröffentlichte der antifaschistische Twitter-Account Alerta Berlin Aufnahmen der Wohnung des Opfers – ein Mann soll aus dem Fenster im Erdgeschoss den Hitlergruß gezeigt haben. Die Polizei ermittelt nun nicht nur, ob es einen Zusammenhang zwischen den Aufnahmen und der Tat gibt, sondern auch, ob tatsächlich jemand den Hitlergruß während der Veranstaltung gezeigt hatte.