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Logistischer Kraftakt für Rostocker Reederei : Arosa-Flotte rüstet zur Saison

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Die Flotte der Rostocker Arosa Flussschifffahrt GmbH rüstet für die neue Saison. Die Vorbereitungen für den Start am 11. März stellen einen logistischen Kraftakt für die Mitarbeiter der Reederei dar.

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erstellt am 20.Feb.2013 | 12:27 Uhr

Rostock | Die Flotte der Rostocker Arosa Flussschifffahrt GmbH rüstet für die neue Saison. Als Erste startet die "Arosa Aqua" am 11. März mit einem Törn auf der Mosel. "Bella", "Viva" und "Mia" folgen am 16. beziehungsweise 18. März in Passau und Köln. Tags darauf machen auch "Luna" und "Stella" in Lyon zu einem ersten Rendezvous auf der Rhône die Leinen los und parallel gehen die "Brava" und "Silva" auf Kreuzfahrt. Zuletzt besteigen die Gäste die "Donna" und "Riva". Ein logistischer Kraftakt für die Mitarbeiter der Reederei, die zuvor in Schulungen vom 25. Februar bis 1. März in Düsseldorf und Linz auf die neue Saison vorbereitet werden. Seit einigen Wochen, gleich nach den Silvester- und Neujahrsprogrammen, läuft bereits das Flottmachen der Schiffe auf Hochtouren.

Heimische Dienstleister profitieren

"Nach der Saison ist vor der Saison", erklärt Dirk Sobotka (43), Direktor Strategie und Entwicklung der Rostocker Reederei, und berichtet von den verschiedenen technischen Vorkehrungen an Bord. So erfolgen umfangreiche Wartungsarbeiten an den Motoren, wird der Küchen- und Gastronomiebereich aufgefrischt, sind teilweise das Interieur, Teppiche und Matratzen zu erneuern, stehen unter anderem auf der "Mia" Reparaturen an.

Ein vielfältiges und umfangreiches Programm ist vorgesehen, das vorzugsweise auch Firmen aus der heimischen Region Arbeit beschert. So sind, um nur einige Beispiele zu nennen, für die Motorenwartung der Rheinschiffe die Dienstleistungen der Rostocker Firma Paap & Sohn gefragt. Hanseatic Rohr aus Bargeshagen besorgt die Rohrkanalreinigung. Die Schiffsversorgung Rostock wird mit Aufgaben der Logistik betraut. Monteure der Firmen Glastechnik und STN aus Elmenhorst haben Türautomatiken zu erneuern beziehungsweise für die Modernisierung von Fernsehen sowie Internet an Bord Sorge zu tragen. Boob-Werbung aus Bentwisch wird auch die Außenhaut der Rhôneschiffe im Zeichen der Rose mit Klebefolie versehen. In Linz erhalten alle Donau-Schiffe, in Düsseldorf die Rhein-Cruiser und in Lyon die Flusskreuzer auf der Rhône ihre Verjüngungskuren.

Wenn auch die Indienststellung der "Arosa Flora", des elften Schiffes der Flotte, auf der Neptun-Werft auf nächstes Jahr verschoben wurde, laufen schon die Vorbereitungen für den Neubau an. Die letzten kleinen Änderungen für die Konstruktion des Zweieinhalb-Deckers werden nach den Erfahrungen mit der "Silva" bis Ende Februar geliefert. Dann wird auch bald der erste Stahlschnitt erfolgen, gibt es bereits Ecktermine für den Einbau der ersten Nasszellen. Zum Jahresende soll die "Flora" fertig werden, um dann im nächsten Jahr die Arosa-Flotte zu verstärken.

Als Zweieinhalb-Decker kann das Schiff nicht nur auf Rhein und Donau fahren, sondern auch auf dem Main-Donau-Kanal. Der Vorzug für die Gäste an Bord: Auch unter niedrigen Brücken kann das Deck geöffnet bleiben. Mit der "Silva" hatte Arosa im vergangenen Jahr diesen neuen Schiffstyp präsentiert, der sogleich als Flussschiff des Jahres mit dem "Kreuzfahrt Guide Award 2012" ausgezeichnet wurde. Die Jury bewertete damit die Gesamt-Performance dieses Cruisers - von der Bauweise über die Bordausstattung bis hin zum Ausflugsprogramm.

Als deutscher Marktführer bei Flusskreuzfahrten steht die Reederei bei den Passagieren hoch im Kurs und kann im Vergleich zum Vorjahresbeginn auch wachsende Buchungsergebnisse verzeichnen, berichtet PR-Managerin Christine Cubasch. Die schönen und komfortablen Schiffe, der Service und die Programmvielfalt sind wieder zunehmend gefragt. Sei es nun bei den klassischen Entdecker-, bei Gourmet- oder Themenreisen. Als nächste Zugnummer kündigt die Pressesprecherin ein neues Premium-Produkt an, das Ende Februar auf der Reisemesse ITB in Berlin vorgestellt wird.

Reederei will Emissionen reduzieren

580 Mitarbeiter zählt gegenwärtig die Reederei. Das Gros ist fahrendes Personal, dessen operative Tätigkeit vom Standort Chur in der Schweiz gelenkt wird. Am Hauptsitz des Unternehmens auf der Rostocker Holzhalbinsel sind inzwischen aber auch 67 Mitarbeiter tätig.

Die Rostocker Arosa-Flussschifffahrt GmbH zieht sich künftig eigenen Nachwuchs heran. So wird gegenwärtig in Zusammenarbeit mit dem Schiffer-Berufskolleg Rhein in Duisburg-Homberg die Ausbildung zum Binnenschiffer vorbereitet, die im August/September starten soll. Und mit dem Warnemünder Schifffahrtsinstitut an der Hochschule Wismar steuert Sobotka auch erstmals ein Forschungsprojekt zur Reduzierung der Kohlendioxid-Emission an. Im Blickfeld: eine adaptive Drehzahlregulierung der Antriebsmotoren.

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