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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. Oktober 2017 | 06:48 Uhr

Spenden : „Arkona“ erhält neue Schaufeltrage

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Spenden unterstützen die Arbeit der Seenotretter. NNN-Autor überreicht Sammelschiff mit 1027 Euro.

svz.de von
erstellt am 05.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Die Schaufeltrage, die seit Kurzem an Bord des Seenotkreuzers „Arkona“ ist, konnte mithilfe einer Spende finanziert werden. Gestern hat Jörg Westphal, Leiter des Informationszentrums der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), ein gefülltes Sammelschiff mit 1026,81 Euro überreicht bekommen. Es kommt von NNN-Autor Reiner Frank, der sich zu seinem 70. Geburtstag im Dezember statt Blumen und Geschenken Geld für die Seenotretter gewünscht hatte.

„Das erste Mal habe ich als junger Journalist 1968 an einer Seenotrettungsübung teilgenommen, das hat mich schon beeindruckt“, sagt Frank, der ein echter maritimer Kenner ist und seit Jahrzehnten die See- und Hafenseite der NNN betreut. „Ich fand diesen Zweck sehr passend, weil in dieses Jahr der 150. Geburtstag der Seenotretter fällt“, begründet der Journalist. Nicht immer ist es möglich, konkret für ein Projekt und dazu noch in Warnemünde Geld zu geben. „Aber weil wir jetzt ohnehin die Seenotkreuzer mit diesen Schaufeltragen ausrüsten, hat es ziemlich gut gepasst“, sagt Westphal. Diese Tragen können wie Schaufeln unter Patienten geschoben werden, die sonst nicht zu befördern sind.

Was viele nicht wissen: Die Arbeit der Seenotkreuzer finanziert sich ausschließlich über Spenden. Allein im vergangenen Jahr hat es 68 Einsätze in Warnemünde gegeben. „Das betrifft die ganze Bandbreite von Unfällen mit Wassersportlern, über medizinische Notfälle oder Suche nach Vermissten, wie es vergangenes Jahr bei den abgetriebenen und zum Glück aufgefundenen Anglern der Fall war“, sagt Westphal. Er nennt drei Faktoren für Notfalleinsätze: „Das Wetter, das umschlagen kann, versagende Technik und der Mensch, der Fehler machen kann.“

In ganz Mecklenburg-Vorpommern sind 1323 dieser Sammelschiffchen verteilt, 200 allein in Warnemünde. „Drei ehrenamtlich Tätige kümmern sich darum“, so Westphal. Er hat das ehrgeizige Ziel, zum 150. Jubiläum noch einmal 150 zusätzliche Schiffe aufzustellen. Er sei allen Spendern sehr dankbar, die die wichtige Arbeit der Seenotretter unterstützen.

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