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Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. Dezember 2017 | 21:49 Uhr

Warnemünde : Anwohner ratlos: 100 Parkplätze weg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Straßen Am Leuchtturm, Georginenplatz und Georginenstraße werden bis 2016 zu Fußgängerzonen.

svz.de von
erstellt am 28.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Bis spätestens 2016 fallen rund 100 Parkplätze in den Straßen Am Leuchtturm, Georginenplatz und Georginenstraße weg. Die Straßen werden zu Fußgängerzonen. Das ist eine Entscheidung der Stadt nach einer Planungswerkstatt mit Bürgerbeteiligung.

Parkplatzsuchende Touristen, die sich durch die Straßen schieben, entfallen so. Aber für die Anwohner entsteht ein neues Problem: Der Parkdruck im ohnehin schon dahingehend belasteten Warnemünde wird sich massiv erhöhen. „Die Parkplätze werden abgeschafft, aber keine neuen Konzepte geschaffen“, kritisiert Norbert Griese. Die Warnemünder beschäftigt das schon seit Längerem. Doch zusammen mit seinem Nachbarn Wolfgang Merz war Griese optimistisch, eine Lösung für ihr Haus, das Berringerhaus, gefunden zu haben.

20 Parteien, die alle Eigner sind, wohnen in dem Altbau Am Leuchtturm 15, in dem sich auch das Ostsee-Welten-Kino befindet. Die meisten haben dort Ferienwohnungen, die sie allein nutzen. Vom Kino würden sie leer stehende ebenerdige Gewerbeflächen bekommen, um dort 20 Doppeldeckergaragen einzurichten. Tiefgaragen sind statisch nicht möglich. Zur Gestaltung der neuen Lösung haben sie schon mit dem Amt für Denkmalschutz gesprochen.

Die Tore würden gläsern, der Sockel farblich angepasst und zusätzliche Fenster eingebaut, erläuterte Griese gestern im Gestaltungsbeirat, der Empfehlungen für Bauprojekte gibt. Zuspruch erntete der Warnemünder nicht. „Wir haben ein Problem mit dem Einbau der Garagen“, sagte der Vorsitzende Klaus Petersen. Die Straße habe mehr verdient. So entstünde kein Dialog mit der Straße, das Haus würde dahin abgeschottet. Der Beirat empfiehlt Gewerbe einzurichten. Einwände, die Griese sogar nachvollziehen kann. Doch der Parkdruck bleibt. Und 20 Eigner davon zu überzeugen, im gemeinsamen Haus Gewerbe einzurichten, um die Straße zu öffnen, wenn die sich eigentlich eine Parklösung wünschen, sei mehr als schwierig.

Damit ist das Projekt Garagen gestorben. „Das Bauamt würde den Antrag ablehnen“, sagt Merz. Es hatte klar gemacht, dass nur noch eine positive Meinung des Beirates einen positiven Bescheid bescheren würde. Das Parkproblem bleibt, nicht nur für das Berringerhaus, sondern auch alle anderen Einwohner. Griese will weiter überlegen: Seine erste und favorisierte Lösung war, unter dem Georginenpark eine Tiefgarage für alle Anwohner bauen zu lassen. Doch das habe die Stadt nicht weiter verfolgt.

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