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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. Oktober 2017 | 14:24 Uhr

Warnemünde : Anwohner nervt das Dauerbrummen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Wegen Reparaturen musste „Norwegian Getaway“ statt an der Steuerbord- an der Backbordseite an Pier anlegen. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Gisela und Alfred Turzer aus dem Schwarzen Weg können an manchen Tagen das Fenster nicht mehr öffnen. So laut sind die Geräusche der Kreuzfahrtschiffe. Besonders schlimm war es beim Anlegen der „Norwegian Getaway“. „Da ist ein Dauerbrummen, das den ganzen Tag über ballert“, klagen die beiden. Als einen Tag zuvor die „Magellan“ festgemacht hatte, war es nicht so. „Da hat man nur das Schiff gesehen“, sagen sie.

„Wir bedanken uns für den Hinweis“, sagt Marion Nowak von Rostock Port. „Wir sind uns der Emissionsproblematik bewusst und versuchen seit Jahren Minderungspotenziale zu erschließen“, so die Unternehmenssprecherin. Bei der Betreibung des Kreuzfahrtterminals entstehen Lärmemissionen durch schiffstypische Geräusche oder Versorgungsverkehre, die unvermeidbar sind. Die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte wird durch die Behörden überwacht. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und versuchen, mit den Reedern und den am Kreuzfahrtgeschäft beteiligten Unternehmen die Lärmemissionen auf das notwendige Maß zu beschränken“, sagt sie.

Dass der Lärm dieses Mal lauter als sonst war, hatte einen Grund. Den nennt der Hamburger Schiffsmakler Fernando Salgado von H.C. Röver Maritime Agency GmbH: „Wir bedauern, dass die ,Norwegian Getaway’ gestern lauter als sonst war und die Anwohner dazu gebracht hat sich zu beschweren“, sagt Salgado. Die „Getaway“ war gestern in dieser Saison zum zehnten Mal in Warnemünde, wo das Schiff bisher grundsätzlich mit Steuerbordseite längsseits festgemacht hatte. „Dienstag war eine Notreparatur an der Backbordseite notwendig: eine zersplitterte Fensterscheibe musste in 40 Metern Höhe im vorderen Schiffsbereich ersetzt werden“, erklärt er und kündigt an: „Es ist davon auszugehen, dass die ,Norwegian Getaway’ bei den nächsten Warnemünde-Anläufen wieder – wie gewöhnlich – mit Steuerbord festmacht, sodass die Anwohner – weil der Maschinenbereich weiter in östlicher Richtung liegen wird und somit weiter von den Häusern entfernt ist – lärmmäßig entlastet werden können“, so Fernando Salgado.



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