Anwohner in Dierkow fürchten Überschwemmung

<strong>Eine neue Entwässerungsdrainage</strong> soll in  Zukunft unterirdisch durch diesen Schacht verlaufen.   Anwohner Hans-Christian Schütt  befürchtet, dass  dadurch  der Pegel des angrenzenden Teiches noch mehr steigt. Sein Keller ist regelmäßig überflutet.  <foto>cmil</foto>
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Eine neue Entwässerungsdrainage soll in Zukunft unterirdisch durch diesen Schacht verlaufen. Anwohner Hans-Christian Schütt befürchtet, dass dadurch der Pegel des angrenzenden Teiches noch mehr steigt. Sein Keller ist regelmäßig überflutet. cmil

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25. Januar 2013, 12:13 Uhr

Dierkow | Auf der Gänsewiese in Dierkow-West verändert sich gerade viel. Gegen Ende des vergangenen Jahres begannen Bauarbeiten, die den Platz an der Ecke Ostseeweg/Feuerbachweg attraktiver gestalten sollen. Neben der Sanierung des Spielplatzes und einem neuen Bodenbelag beinhalten die Baumaßnahmen auch Arbeiten am Entwässerungssystem. Schon seit Jahren ist die Wiese immer wieder überschwemmt, wie Ortsbeiratsvorsitzender Uwe Friesecke betont: "Die Entwässerung funktioniert schon lange nicht mehr."

Von dem Problem betroffen sind vor allem die Anwohner. So auch Hans-Christian Schütt, dessen Grundstück im Mörikeweg direkt an die Gänsewiese angrenzt. Wenn das Wasser auf der Wiese nach starkem Regen hoch steht, stehe auch sein Keller regelmäßig unter Wasser. "Ich pumpe den ganzen Sommer über", sagt Schütt. Auch auf seinem Grundstück habe er mit dem Problem zu kämpfen. Der Boden sei ständig überwässert. So seien ihm schon einige Bäume eingegangen, da die Wurzeln verfaulten. "Ganz zu schweigen von dem Wert des Grundstücks", so Schütt. Keine Probleme habe er lediglich, wenn der Pegel in dem angrenzenden Feuerlöschteich sinkt, auf natürliche Weise ausdörrt. Um das Wasser abzuleiten, führt bereits eine Drainage in den Teich. Bald soll eine zweite dazukommen, ein Entwässerungskanal wurde bereits ausgehoben.

Amt für Stadtgrün zerstreut die Zweifel

Laut Schütt tragen die derzeitigen Arbeiten nicht zur Verbesserung der Situation bei. Seine Befürchtung: Der neue Belag könne bei Regen kaum Wasser aufnehmen, sodass der Pegel des Teiches immer höher steige. Die geplante neue Drainage erschwert das Problem für Schütt. "Wir haben schon erhöhte Wasserbelastung und jetzt leitet man noch mehr bei uns rein", sagt er.

Christine Kosawe vom zuständigen Amt für Stadtgrün zerstreut diese Befürchtungen. Nach ihren Angaben verläuft die neue Drainage hinter dem Feuerlöschteich entlang und schließt dann an die bereits vorhandene im Ostseeweg an. Zusätzlich würde die alte Entwässerungsanlage saniert, damit das Wasser ordnungsgemäß ablaufen kann. "Wir können das Problem nicht nachvollziehen. Auch dass die Gärten unter Wasser stehen, wurde nie an uns herangetragen", so Kosawe. Demnach wäre der Feuerlöschteich überhaupt nicht betroffen.

Ein generelles Problem mit den Bauarbeiten hat Schütt nicht. "Von mir aus können der Spiel- und der Bolzplatz gern saniert werden. Spielende Kinder stören mich überhaupt nicht", sagt er. Es gehe ihm lediglich um die Wasserproblematik. "Wir haben uns sicherlich gefreut, dass der Schacht überhaupt gezogen wurde. Aber eine Dauerlösung ist das nicht, da es nicht nachlässt mit dem Wasser", betont Schütt. Über Wolfgang Westphal, den Leiter des Ortsamtes Ost, habe er den Sachverhalt schon weitergeleitet. Auf eine Reaktion darauf warte er bis heute. "Ich habe eigentlich erwartet, dass jemand vom zuständigen Amt herkommt und sich das Problem näher anschaut", sagt er.

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