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12. Dezember 2017 | 19:21 Uhr

Anwohner fordern Nordkreuz-Toilette

vom

svz.de von
erstellt am 25.Jan.2012 | 11:12 Uhr

Am Nordkreuz fehlt nach wie vor eine vernünftige Toilette. "Die Blockhütte am Parkplatz ist ein Stiefkind", sagt Magdalene Flemming (parteilos) aus dem Umweltausschuss des Ortsbeirates von Warnemünde. Das Holz-WC ist nur von April bis September geöffnet, die Umgebung stark vermüllt. Zudem weist das Haus Brandschäden auf. So kommt es, dass viele ihre Notdurft derzeit außerhalb und in der freien Natur erledigen. Flemming will deshalb weiter mit anderen Warnemündern um ein zeitgemäßes WC kämpfen. "Ich wurde schon oft von Anwohnern angesprochen, die Gruppen von und zu Kreuzfahrtschiffen führen", sagt Flemming. Vor allem für diese Gäste müsste eine Lösung gefunden werden.

Oberbürgermeister soll Anfrage prüfen

Prof. Dr. Dieter Neßelmann (CDU) ist Mitglied im Ortsbeirat Warnemüne und hat als Fraktionsvorsitzender im Wirtschaftsausschuss der Bürgerschaft einen Antrag gestellt. Der Oberbürgermeister soll prüfen lassen, ob die Errichtung und Betreibung einer öffentlichen Toilettenanlage in Warnemünde nach öffentlicher Ausschreibungen privat erfolgen kann. Die finanzielle Erleichterung für die Stadt wären erheblich: "Wir rechnen mit einer Kostenersparnis von 90 000 Euro", so Neßelmann. In seiner Untersuchung hat er alle Warnemünder Toiletten berücksichtigt. Sein Ergebnis: "Eigentlich müssen alle Anlagen umstrukturiert werden", sagt er. Er plädiert dafür, Toiletten ins Investitionsgeschäft des Eigenbetriebes Kommunale Objektbewirtschaftung und - entwicklung der Hansestadt Rostock (KOE) einzugliedern, damit modernere Anlagen entstehen können.

Der Brandschaden an der Holz-Toilette auf dem Parkplatz soll bis April repariert sein, teilt Bausenator Holger Matthäus (Grüne) mit. Für eine neue Anlage in Nähe des Nordkreuzes habe der Haushalt in diesem Jahr definitiv kein Geld übrig. "Vielleicht sollten wir die Holzhütte umstellen und näher ran bringen", so Matthäus’ Vorschlag.

Die Bewirtschaftungskosten einer öffentlichen Toilette seien hoch. "Für die Anlage an der Hege kommen 20 000 Euro zusammen", sagt er. Die Werbefirma Jc Decaux betreibt bereits mehrere solcher Toiletten in Rostock.

Derzeit ist der Prüfantrag heraus. "Wenn es Firmen gibt, die das privat betreiben wollen, wäre die Stadt offen", sagt Matthäus.

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