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Waffen in Rostock sichergestellt : Anschlag auf den G20-Gipfel aus Rostock geplant?

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Hamburger und Rostocker Polizei durchsuchen Wohnungen und Räume in der Hansestadt und im Landkreis. Zwei Männer festgenommen.

svz.de von
erstellt am 02.Jul.2017 | 18:31 Uhr

Die Hamburger und die Rostocker Polizei haben am Sonnabend mehrere Wohnungen in Rostock und dem Landkreis durchsucht. „Dem Landeskriminalamt Hamburg lagen Hinweise der Polizei Rostock darauf vor, dass ein 30-jähriger Rostocker im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel in Hamburg Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen wird“, heißt es von der Hamburger Polizei.

Durch die Amtsgerichte Hamburg und Rostock seien daher Duchsuchungsbeschlüsse für zwei Wohnungen in Rostock, eine Wohnung in Hohenfelde und eine Garage in Bad Doberan erlassen worden. Kräfte der Polizei Rostock und Beamte des Landeskriminalamtes Hamburg vollstreckten sie.

In den Wohnungen und in der Garage stellten die Beamten ein „umfangreiches Waffenarsenal“ sicher. Sie gehen davon aus, „dass die Waffen zur Begehung erheblicher Gewalttaten eingesetzt werden sollten“. Darunter waren drei Kartons mit Präzisionszwillen, Wurfmesser, Baseballschläger, Schlagringe, ein Teleskopschlagstock, neben legaler auch verbotene Pyrotechnik, mit unbekannter, mutmaßlich brennbarer Flüssigkeit gefüllte Flaschen und Dosen, Gasmasken und ein großer Plastiksack sowie zahlreiche Behältnisse mit Pulver/Chemikalien. Desweiteren wurden zehn präparierte und mit Farbe gefüllte Feuerlöscher gefunden. Die Chemikalien werden gerade geprüft.

Die Wohnungen und die Garage werden von dem 30-Jährigen und einem 26-jährigen Deutschen genutzt. Sie wurden erkennungsdienstlich behandelt. Der 26-Jährige wurde inzwischen aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Der 30-Jährige wird aufgrund vorhandener Vorerkenntnisse und der bei ihm aufgefundenen Gegenstände auf richterliche Anordnung bis zum 10. Juli in Gewahrsam genommen.

In Rostock wird aktuell aufgrund der gefundenen Gegenstände ein Verfahren wegen  Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz eingeleitet. „Zudem wird derzeit geprüft, ob der Straftatbestand der Bildung krimineller Vereinigungen erfüllt ist“, heißt es von der Hamburger Polizei. 

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