Kultur in Rostock : Anne Franks Leben im Versteck

Gut informiert: Susann Beckmann (vorn) bringt Neel (von links), Hannes, Oliver, Domenic und Karina das Leben und Versteck der Anne Frank Schule näher.
Gut informiert: Susann Beckmann (vorn) bringt Neel (von links), Hannes, Oliver, Domenic und Karina das Leben und Versteck der Anne Frank Schule näher.

Ausstellung im Rostocker Freizeitzentrum gibt intime Einblicke in die Familiengeschichte und zeigt aktuellen Bezug auf

svz.de von
19. April 2016, 16:00 Uhr

Die Verfolgung der Juden zur Zeit des NS-Regimes durchzieht das Leben von Anne Frank. Vor mehr als 70 Jahren hat das jüdische Mädchen ein Tagebuch über sein Leben im Versteck und mit der täglichen Angst geschrieben. Noch heute ist Anne Frank ein Sinnbild für Unterdrückung und Ausgrenzung. Um Rostocker Kinder und Jugendliche an das immer noch aktuelle Thema heranzuführen, ist bis 29. April die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ im Rostocker Freizeitzentrum zu sehen.

Der Verein Soziale Bildung hat sich das Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen die Geschichte um Anne Frank auf Augenhöhe näherzubringen. „Deswegen haben wir zehn Jugendliche ausgebildet, die den Besuchergruppen die Ausstellung erklären“, sagt Christoph Schultz vom Verein. Die Schüler bekommen über Wandtafeln einen intimen Einblick in das Leben und die Diskriminierung von Anne Frank und ihrer Familie und lernen gleichzeitig etwas über die allgemeinen geschichtlichen Hintergründe. Eine Grafik zeigt das Geschäftshaus und das geheime Versteck der Familie Frank. „Es gibt außerdem einen Gedankenraum, wo Zitate von Anne Frank erklingen“, so Schultz. Den Abschluss bildet ein aktueller Teil, in dem es um Identität, Diskriminierung und Ausgrenzung geht. Dort können sich die jungen Besucher mit den noch heute aktuellen Problemen von Jugendlichen auseinandersetzen. „Sie bekommen einen Anstoß zum Weiterdenken“, sagt Schultz. Bereits Grundschüler führt der Verein an die Ausstellung heran. „Wir zeigen ein Bilderbuchkino und erläutern, was Begriffe wie Verstecken und Krieg bedeuten“, ergänzt Schultz.

Das Anne Frank Zentrum Berlin hat die Wanderausstellung konzipiert und präsentiert sie mit dem Verein in Rostock.

Öffnungszeiten: bis 29. April, mittwochs bis sonntags von 15 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei

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