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Seemannsclub Hollfast : Anlaufstation für Crewmitglieder

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Seemannsmission betreibt während der Kreuzfahrtsaison auch am Neuen Strom einen Stützpunkt. Renovierung im Klub Hollfast läuft #wirkoennenrichtig

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erstellt am 15.Mär.2017 | 08:00 Uhr

Im Seemannsclub Hollfast im Rostocker Seehafen haben in den vergangenen Tagen Handwerker für eine Verjüngungskur der Räume gesorgt. Fußbodenleger waren im Auftrag von Rostock Port am Werk und frischten den Ankerplatz der Seeleute auf. Vor neun Jahren hatte die Seemannsmission die Räume auf der Rückseite des Hafenrestaurants bezogen. „Pro Jahr waren hier durchschnittlich 4000 Seeleute zu Gast und das hat seine Spuren hinterlassen“, resümiert Folkert Janssen, der Leiter des Klubs. Strapazierfähiges neues Linoleum ersetzt nun den durchgetretenen Belag.

Bevor die Handwerker loslegen konnten, war das Mobiliar auszuräumen, das inzwischen aufgearbeitet wird. Regale und weitere Teile des Mobiliars wurden in einer Tischlerei des Michaelshofes in Kröpelin aufgefrischt und die alten Sessel von einem Diakoniewerk in Sachsen-Anhalt neu bezogen. Die Mitarbeiter der Seemannsmission waren in den vergangenen Tagen verstärkt im Bordeinsatz beziehungsweise versorgten die Seeleute mit ihren Dienstleistungen provisorisch aus ihren Verwaltungsräumen. Der Klub war geschlossen und öffnet voraussichtlich morgen wieder.

Parallel zur Renovierung des Klubs laufen die Vorkehrungen für die Dienstleistungen der Seemannsmission während der Kreuzfahrtsaison in Warnemünde. Insgesamt werden 192 Anläufe von 38 Kreuzfahrtschiffen erwartet: 178-mal legen die Schiffe in Warnemünde und 16-mal im Seehafen an. Bordbesuche sind wegen der Sicherheitsbeschränkungen durch die Reedereien immer schwieriger geworden. Damit die Besatzungen auch in Warnemünde einen Anlaufpunkt haben, wurden von Rostock Port der Seemannsmission Räume am Warnemünder Fähranleger (postalisch am Bahnhof Nr. 6) für ihre Betreuungsaufgaben angeboten, die zuletzt von der Fairplay-Niederlassung Rostock genutzt wurden. Die Reederei-Mitarbeiter zogen Ende vorigen Jahres in ein modernisiertes Gebäude in den Seehafen und nach notwendig gewordenen Instandsetzungen der Elektroleitungen und Zugang von WLAN für die Internetnutzung wird die Seemannsmission von diesem Gebäude am Neuen Strom aus die Seeleute der Kreuzliner in Warnemünde betreuen. „Im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten“, schränkt Folkert Janssen ein. Die Seeleute können von hier aus mit ihren Smartphones ans Netz gehen, Computerplätze nutzen und so Brücken zu den Familien in der Heimat schlagen. Zudem werden Erfrischungen und Kaffee angeboten, allerdings kein Alkohol, da die Mitarbeiter ja nicht wissen, welche der Seeleute gerade dienstfrei haben und so nicht unnötige Konfliktsituationen heraufbeschwören möchten. Zum Devisentausch wird auf die Reisebank am Ort verwiesen, allerdings werden die verschiedenen Währungen zur Bezahlung angenommen. Mit einem großen Banner am Balkon des Gebäudes will die Seemannsmission auf den Anlaufpunkt für die Seeleute aufmerksam machen und bei schönem Wetter auch den Außenbereich nutzen. Am 3. April sollen Elektroleitungen und Telefonanschlüsse fertiggestellt sein, ist dann auch das Mobilar einzurichten.

Anfang Mai, so schätzt Janssen, kann die Seeleute-Betreuung am Warnemünder Kai beginnen. Sie sei aber nicht vergleichbar mit Möglichkeiten in Hamburg und Kiel und auch zunächst nur ein Test. Langfristig wird eine Einrichtung im neuen Terminalgebäude angesteuert. Im Seehafen wird für die Betreuung der Seeleute beim Passagierwechsel der „Monarch“ der Wochenenddienst ausgeweitet. Mehr als 6000 Besucher konnte der Seemannsclub Hollfast im vergangenen Jahr begrüßen, zudem stehen 2000 Bordbesuche auf den Schiffen in den Rostocker Häfen zu Buche.

Die Rostocker Seemannsmission beging im vergangenen Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Sie war seinerzeit im Turm von St. Nikolai aus der Taufe gehoben worden. Zur Einweihung des Klubs im Hafen steuerte damals auch der Windjammer „Großherzogin Elisabeth“ aus Elsfleth kommend die Hansestadt an.

Neben Folkert Janssen sind in der Seemannsmission zur Betreuung der Seeleute Dorothea Flake, Regina Qualmann, Rolf Spannaus und Ulrich Hein einsatzbereit.


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