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22. Oktober 2017 | 03:09 Uhr

Juwelen-Räuber : Anklage fordert acht Jahre Haft

vom

Wegen des Verbrechens des gemeinschaftlichen schweren Raubes fordert die Rostocker Staatsanwaltschaft für die Armenier Rasnik Sch. (22) und Vahan M. (21) eine Freiheitsstrafe von acht Jahren.

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erstellt am 04.Dez.2011 | 09:02 Uhr

Wegen des Verbrechens des gemeinschaftlichen schweren Raubes fordert die Rostocker Staatsanwaltschaft für die Armenier Rasnik Sch. (22) und Vahan M. (21) eine Freiheitsstrafe von acht Jahren beziehungsweise achteinhalb Jahren. Die Verteidigung plädierte für ihre Mandanten auf Freispruch.

Die Vertreterin der Anklage begründete die hohen Strafen mit der Schwere der Tat. Die Angeklagten hätten den Raub auf ein Juweliergeschäft in Bad Doberan am 12. Januar dieses Jahres geplant. Die maskierten und mit einer Pistole bewaffneten Täter hätten den Ladeninhaber Jens R. (42) gefesselt, geschlagen und ausgeraubt. Die aus Bargeld, Perlen- und Goldschmuck bestehende Beute habe einen Wert von rund 23 000 Euro gehabt.

Die Staatsanwältin bezweifelte Zeugenaussagen, denen zufolge Rasnik Sch. zur Tatzeit in der Rostocker Gaststätte Mykonos mit Verwandten und Freunden gefeiert habe. Das löste Proteste unter den armenischen Zuschauern im Gerichtssaal aus.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Täter nach dem Überfall mit dem Audi A8 von Rasnik Sch. in Richtung Kröpelin flohen. Wegen der hohen Geschwindigkeit landete der Wagen auf der Umgehungsstraße von Wittenbeck im Graben. Dabei wurde der Drainageeinlass am Straßenrand erheblich beschädigt. Rasnik Sch. ließ den fahruntüchtigen Wagen in die Rostocker Autowerkstadt, Hermannstraße 34a, schleppen und meldete ihn am nächsten Tag bei der Zulassungsstelle ab. Der Werkstattinhaber erkannte ihn bei einer Gegenüberstellung mit Sicherheit wieder.

Ein Zeuge fand drei Tage später an der Unfallstelle eine Pistole und abgeschraubte Autokennzeichen, die in Gägelow von einem Opel entwendet worden waren. Die Angeklagten sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Das Urteil in dem Fall soll am Dienstag verkündet werden.

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