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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. August 2017 | 02:48 Uhr

Anker-Ruine: Neue Pläne für Umbau

vom

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Die Ruine der einstigen Anker-Schnapsfabrik in der Doberaner Straße ist seit Jahren ein Schandfleck im Rostocker Stadtbild. Jetzt gibt es wieder Hoffnung für das denkmalgeschützte Gebäude. Das bestätigt der Eigentümer, der Münchener Rechtsanwalt Dr. Malte Maurer. Demnach hat er am Wochenende seine Verkaufsabsichten notariell beurkunden lassen - mit der Voraussetzung, dass die aktuellen Pläne potenzieller Projektentwickler in der Hansestadt auf Gegenliebe stoßen.

Vorgesehen ist die Konzipierung eines Wohn- und Geschäftshauskomplexes. Dafür müsste ein Teil des alten Gemäuers abgerissen werden. Sudhaus und Malzturm sollen aber erhalten bleiben. Neben Gewerbeflächen könnten den Plänen entsprechend Wohnungen mit einer Gesamtfläche von etwa 1800 Quadratmetern entstehen. Architekten der Firma AIB Rostock untersuchen gegenwärtig bis hin zur Statik verschiedene Varianten. Etliche Detailfragen des Konzepts sind noch zu klären.

"Wir verfolgen auch erst seit September die aktuellen Pläne", berichtet der Immobilienmakler Uwe Lutter, der den Eigentümer bei der Expo Real mit dem Rostocker Oberbürgermeister bekannt gemacht hatte. Dass die Stadtverwaltung den Schandfleck im Umkreis der City endlich beseitigt sehen möchte, verstehe sich von selbst.

Investor hält sich noch bedeckt

Bei Konsultationen mit Rostocker Denkmalpflegern und Stadtplanern habe das Konzept inzwischen Anklang gefunden, wird dessen Umsetzung unterstützt, sagen Lutter und Maurer unisono. Der Investor selbst hält sich noch bedeckt. Er will mit der offiziellen Bekanntgabe warten, bis sämtliche Verträge unterschrieben sind und die Finanzierung steht.

Maurer verwaltet seit Jahresende 1997 treuhänderisch dieses fast 5000 Quadratmeter große Grundstück, für das in den vergangenen Jahren verschiedene Ausbaupläne auch immer wieder an der Finanzierung scheiterten. Unter anderem sollte hier schon eine Seniorenresidenz mit 120 Betten entstehen. Ein anderes Vorhaben sah vor, den charakteristischen Malzturm zur Heimat für Kletterenthusiasten zu machen. Am Gebäude hat trotz verschiedener notwendiger Sicherungsarbeiten der Zahn der Zeit genagt. Weitere Beeinträchtigungen durch Wind und Wetter sind zu erwarten.

Eigentümer will Immobilie verkaufen

Schon im Sommer hatte Maurer von der Stadt einen Zwangsmittelbescheid über 20 000 Euro erhalten, weil er seiner Sicherungspflicht nicht nachgekommen war. Auch deswegen ist der Münchener an einem Verkauf der Immobilie interessiert, die seit nun fast 140 Jahren das Bild der Doberaner Straße mitprägt.

Ursprünglich war hier die Mälzerei der Steinbeck-Brauerei untergebracht, bis die Produktion auf Spirituosen spezialisiert wurde.

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erstellt am 05.Dez.2011 | 11:23 Uhr

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