Stadtplanung : Angebot der Wiro an Vereine ist befristet

Im Wiro-Hochhaus können Vereine auf Zeit Räume mieten.
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Im Wiro-Hochhaus können Vereine auf Zeit Räume mieten.

Bis zu einem Jahr können gemeinnützige Interessenten preiswert Räume mieten

svz.de von
10. September 2015, 10:00 Uhr

Gemeinnützige Vereine können im Wiro-Hochhaus auf der Mittelmole Räume anmieten. „Auf die Idee kam die Wiro, weil die Rostocker Bürgerschaft im Mai beschlossen hat, erst im Herbst das weitere Planungsverfahren festzuzurren“, sagt Wiro-Sprecherin Dagmar Horning. Weil der Planungsprozess unter der Federführung des Stadtplanungsamtes länger dauert, wurde geprüft, wie die vorhandene Immobilie vorübergehend genutzt werden kann. Einen Wermutstropfen gibt es: „Die Mietverträge laufen zunächst nur bis zu einem Jahr“, sagt Horning. Daran könnte es vielleicht hapern, viele wollen Kontinuität.

Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU) informierte über das Angebot im Ortsbeirat. „Das ist ein erster Schritt in Richtung Vereinshaus, das sich die Warnemünder gewünscht haben“, sagt Prechtel. Beiratsmitglied Jobst Mehlan (Für Rostock) ergänzt: „Das ist eine große Chance für Vereine, es wäre gut, wenn Bedarf angemeldet wird, damit es später nicht heißt, die Vereine benötigen kein Haus.“

Auch die Warnemünder Trachtengruppe hat davon gehört. „Es soll ein Rundschreiben gegeben haben, aber wir haben keins bekommen“, sagt Leiterin Karin Scarbarth. „Wir nehmen das Angebot nicht an, weil wir das Glück haben, über den Oberbürgermeister einen Raum bei der Feuerwehr bekommen zu haben“, sagt sie.

Momentan führt die Wiro erste Gespräche mit Interessenten. „Konkrete Pläne oder neue Mietverträge gibt es nicht“, sagt Horning. „Um das gesellschaftliche Leben im Ostseebad zu unterstützen, könnten wir es gemeinnützigen Vereinen oder Initiativen zum Symbolpreis vermieten, Interessenten könnten Kontakt über den Ortsbeirat aufnehmen“, so die Wiro-Sprecherin. „Der Beirat kennt die kulturellen, sportlichen und sozialen Aktivitäten besser als wir.“

Die nächste Gelegenheit, sich in die Planung einzubringen, besteht am 15. Oktober bei einem Forum. Alle Entscheidungen setzen voraus, dass die Gesamtentwicklung auf der Mittelmole zügig vorankommt. „Für die Investoren Wiro, Deutsche Bahn und Rostock Port müssen diese auch wirtschaftlich tragfähig sein“, so Horning. Bis dahin nutzt die Wiro das Erdgeschoss und die sechste Etage des ehemaligen Scandlines-Hochhauses selbst.


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