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Rostocker siegt bei der Challenge Roth : Andreas Raelert knackt Weltrekord

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Mit einer neuen Weltbestzeit von 7:41:33 Stunden siegte der Rostocker Andreas Ralert bei der Challenge Roth über die Ironmandistanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen.

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erstellt am 10.Jul.2011 | 08:11 Uhr

Rostock | "Ich bin stolz auf Andi. Mit seinem Sieg in der neuen Weltbestzeit von 7:41:33 Stunden hat er eine phantastische Generalprobe für die Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii hingelegt", sagte der zweifache 70.3-Weltchampion Michael Raelert gestern nach dem Sieg seines Bruders Andreas bei der Challenge Roth über die Ironmandistanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen.

Der FIKO-Triathlet verbesserte die Marke des Belgiers Mario Vanhoen acker, der sie erst in der Vorwoche in Klagenfurt aufgestellt hatte, um 4:35 Minuten und machte nach dem Rennen ein dickes Kompliment: "Ohne die Anfeuerung hätte ich das nicht erreicht. Wahre Stimmungsnester haben mich auf den letzten fünfzehn Kilometern nach vorn getragen. Mit der Weltbestzeit konnte ich einiges zurückgeben."

"Wir haben uns beide weiterentwickelt", kommentierte der 30-jährige Michael den Ritt über die fast 226 Kilometer. Da spielte er ebenso auf den Part auf der Radstrecke an. Auch hier stellte Andreas mit 4:11:43 Stunden einen neuen Weltrekord auf, wackelte im Duell mit dem Heuchelberger Sebastian Kienle keine Sekunde, nahm dem späteren Zweiten (7:57:06 h) sogar noch weitere 1:03 min ab.

Kienle hatte vor dem Rennen alle psychischen Register gezogen, wollte den älteren Raelert unter Druck setzen: "Der Rostocker ist ein typischer Gruppenfahrer, rennt dann beim Laufen alle vor ihm Liegenden nieder." Puste kuchen! Raelert zog auf den 180 km durch Mittelfranken ein wahres Feuerwerk ab, unterstrich als "Mr. Alleskönner" seine Qualitäten.

Mit 3:40 Minuten Vorsprung nach dem Schwimmen war Andreas aus dem Main-Donau-Kanal gestiegen. Sicher machte Kienle von hinten Tempo, doch mehr als neunzig Sekunden gab der 34-Jährige nach Absolvierung der ersten Runde nicht preis.

Die Zuschauer sahen beim Anstieg einen in sitzender Aeroposition locker den Berg "hochstiefelnden" Raelert, während Sebastian Kienle aus dem Sattel klettern musste und mit mächtigem Oberkörpereinsatz die Kuppe hochfuhr.

Auf der Laufstrecke hatte der Rostocker nach zehn Kilometern seinen Rhythmus gefunden. Die Befürchtung seines Bruders ("Hoffentlich macht er nicht zu schnell, spart sich hinten heraus Kraft auf") trat nicht ein. Gleichmäßig mit 3:40 Minuten pro Kilometer lief Andreas den Marathon und die Challenge Roth in Rekordzeit nach Hause.

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