Rostock : Anbau für Rathaus: Jury kürt Sieger

Platz 1: „Die Qualität der Arbeit liegt in der Ausformulierung der Dachlandschaft“, urteilt die Jury. Das Bild zeigt den Blick aus Norden mit dem Neuen Markt rechts.
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Platz 1: „Die Qualität der Arbeit liegt in der Ausformulierung der Dachlandschaft“, urteilt die Jury. Das Bild zeigt den Blick aus Norden mit dem Neuen Markt rechts.

Büro aus Hannover gewinnt Planungswettbewerb

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03. November 2017, 05:00 Uhr

Zwei zusätzliche Gebäude mit Bürgerschaftssaal, Büros für Fraktionen und Verwaltung, Eheschließungsraum, Tiefgarage und öffentlichem WC sollen künftig das Rathaus verstärken. Gestern kürte eine Jury die drei Gewinner des Planungswettbewerbs. Den mit 19 000 Euro dotierten ersten Platz belegt mit acht zu eins Stimmen das Architekturbüro BKSP aus Hannover.

„Wir werden die Vertragsverhandlungen mit dem Preisträger umgehend aufnehmen, um die Maßnahme weiter voranzutreiben“, sagt Sigrid Hecht, Chefin des Eigenbetriebs Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE). Auf den mit 14 000 und 8000 Euro ausgelobten Plätzen zwei und drei landeten die MHB Planungs- und Ingenieursgesellschaft aus Rostock sowie das Berliner Büro der gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner. Insgesamt hatten 15 Architekturbüros den Sprung in die Endausscheidung geschafft. Sie alle erhalten 3000 Euro Aufwandsentschädigung.

Die Aufgabe sei schwer gewesen, so Prof. Hilde Léon, Vorsitzende des Preisgerichts: „Geht es doch darum, den historischen Maßstab aufzunehmen und in eine unverwechselbare Architektursprache zu bringen. Dabei haben wir nicht aus dem Auge verloren, dass hier ein Haus für rund 500 Mitarbeiter der Verwaltung entsteht, die auch Bürger mit ihren Anliegen empfangen.“ Unter anderem sollen Orts- und Migrationsamt einziehen.

Der mit 513 Quadratmetern kleinere Neubau knüpft direkt an den Treppenturm im Norden des bestehenden Rathausanbaus an. In diesem Doppelgiebelhaus wird über zwei Ebenen der Bürgerschaftssaal untergebracht, außerdem die Fraktionen sowie ein Eheschließungsraum im Foyer. Verbleibender Platz dient der Verwaltung.

Der mit 2703 Quadratmetern größere Neubau zwischen An der Hege und Kleiner Wasserstraße ist ausschließlich für die Verwaltung reserviert. Beide Gebäude verfügen im Siegerentwurf über vier Voll- sowie zwei Dachgeschosse. Sie werden über einen schwebenden Gang miteinander verbunden und mit einer Tiefgarage unterkellert. In ihr soll aber nur die Stellplatz-Mindestzahl untergebracht werden.

Alle 15 bewerteten Arbeiten werden zwischen dem 6. und 16. November im Foyer des Rathauses ausgestellt. Neben den Neubauten für das Rathaus sollen an der Nordkante des Neuen Marktes noch drei weitere Häuser zwischen Marienkirche, Vogelsang und Kleiner Wasserstraße entstehen. Die Wettbewerbe laufen aber getrennt. Während nördlich zwei Wohn- und Geschäftshäuser geplant sind, steht die Nutzung des prägenden Neubaus direkt am Neuen Markt noch aus.

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