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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 12:20 Uhr

Warnemünde : Alte Bücher neu aufgearbeitet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Restauratorin Heike Heilmann übergibt zehn überarbeitete Raritäten an das Warnemünder Heimatmuseum.

Zehn Bücher aus dem Besitz des Heimatmuseums Warnemünde sind nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten zurück ins ehemalige Fischerhaus in der Alexandrinenstraße 31 gekehrt. Heike Heilmann, Restauratorin für Archivalien, hat die Bücher unter ihre fachmännischen Fittiche genommen und sie so aufgearbeitet, dass sie wieder benutzbar und beispielsweise alte handschriftliche Einträge wieder sichtbar sind.

„Bei der Restaurierung von historischen Büchern, Zeitschriften, Landkarten oder Urkunden geht es nicht darum, dass diese wieder wie neu aussehen. Diese Dokumente gilt es vor dem Verfall zu bewahren und der Nachwelt zu erhalten.

Gebrauchsspuren sind keinesfalls ein Makel“, sagt die 51-Jährige, die für das Heimatmuseum in den vergangenen Jahren bereits mehrere Papiere restauriert hat. „Ich bin dem Museum sehr verbunden, weil ich eine besondere Beziehung zu Warnemünde habe. Denn ich bin hier geboren“, verrät Heilmann, die sich entsprechendes Fachwissen während einer Spezialausbildung im Fernstudium in Berlin angeeignet hat.


Seltene Bände auf dem Dachboden gelagert


Die zehn Bücher haben wahrscheinlich viele Jahre in Kellern oder auf Dachböden ihr Dasein gefristet und unter Feuchtigkeit, teils unter Schimmel gelitten, bis sie in den Besitz des Museums gelangt sind. Dank zahlreicher Spenden ist es möglich, diese Schätze, die teilweise regelrecht zerstört waren, restaurieren zu lassen. Leder-, Gewebe- und Papiereinbände galt es anzufertigen, ganze Seiten vorsichtig zu reinigen und teils mit hauchdünnem Papier zu stabilisieren sowie Feuchtigkeitsschäden zu mindern.

Ein immenser Aufwand, der sich gelohnt hat, findet Museumsleiterin Dr. Kathrin Möller, die die restaurierten Schätze vorsichtig in die Hände nimmt und in ihnen blättert. „Diese Bücher bereichern unsere Bibliothek. Einige werden wir in der neuen Sonderausstellung, die in wenigen Tagen eröffnet wird, zeigen“, sagt die Historikerin.

Sie bewundert das mit schönen Illustrationen versehene Buch „Grimms Kindermärchen“, das, so verrät eine wieder sichtbare Handschrift, Eltern ihrer Tochter Berta 1888 geschenkt haben. „Einige der Bücher sind regelrechte Nachschlagewerke wie das zum Thema Gesundheitspflege. Einige rätselhafte Objekte aus der Sammlung des Museums können Dank des alten Nachschlagewerkes entschlüsselt werden“, sagt Kathrin Möller.





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