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Fish-Festival Rostock : „Als Regisseur muss man Filme verstehen“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Das 13. Fish-Festival wird heute in der Hochschule für Musik und Theater eröffnet – Mit dabei: junge Produzenten aus ganz Deutschland

svz.de von
erstellt am 19.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Es soll ihr schönster Tag werden. Die Hochzeit. Morgen. Auf dem Mecklenburger Land. Schon heute reisen Freunde an, um bei den Vorbereitungen zu helfen. Niemand konnte ahnen, dass dabei dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Tageslicht kommen. Und dann ist da noch die Meldung, dass eine Aschewolke von Island über Mecklenburg-Vorpommern abregnen wird.

„Vor der Asche“ eröffnet heute Abend um 19.30 Uhr in der Hochschule für Musik und Theater das diesjährige Fish-Festival. Das Besondere an der Produktion: Vier Regisseure haben  den Kurzfilm gemeinsam gedreht.  Einer von ihnen ist  Max Gleschinski. Der 22-jährige Rostocker hatte schon als Schulanfänger nur einen Berufswunsch: „Ich wollte Regisseur werden.“  Im Kindesalter ließ er seine Legofiguren zu Protagonisten werden, ab der 6. Klasse bewiesen Freunde und Bekannte schauspielerisches Geschick. Er belegte Kurse, wurde sicherer hinter der Kamera. Wenn er sich heute die Streifen aus den vergangenen Jahren ansieht, falle ihm in erster Linie der Erfinderreichtum auf. „Weil nie Geld da war, habe ich zum Beispiel stundenlang mit meiner Mutter in der Küche gestanden und Blut gekocht – aus Speisestärke und Lebensmittelfarbe“, erinnert sich Gleschinski, der zum Ende seiner Schulzeit bereits fünf Kurzfilme gedreht hatte. Als Regisseur müsse man Ideen haben. „Man muss Filme verstehen“, so der Anglistik-Student.

Für den Kurzfilmwettbewerb „Der junge deutsche Film“ hat Gleschinski zwei Produktionen eingereicht.  „Zuhause“ hat es in den Spielplan geschafft. Der Büroangestellte Lars verbringt darin  die meiste Zeit auf Arbeit. Seine Wohnung ist trist, sporadisch eingerichtet. Eines Tages klingelt ein älterer Herr an seiner Tür, der ihm seine Lieblingskrawatte klaut und damit wegläuft. Lars rennt ihm hinterher und entdeckt das Leben. „Wir haben ,Zuhause’ bereits 2014 gedreht. Bei der ersten Vorführung hatte der Film noch 24 Minuten. Wir haben ihn  überarbeitet und um sieben Minuten gekürzt“, verrät  Gleschinski, der bereits das zweite Jahr als Filmemacher auf dem Fish dabei ist. Sein Anreiz: „Festivals sind beinahe die einzige  Möglichkeit, Kurzfilme  einem Publikum zu präsentieren.“

Programm:

  • Liwu in der Frieda 23: „Parchim International“, 20 Uhr
  • Hochschule für Musik und Theater: Verleihung des Medienkompetenzpreises, 15 Uhr;  „Vor der Asche“ und „Betonfaß“, 19.30 Uhr
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